Tierlabel statt Veganlabel – eine vegane Welt als Utopie

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Stell dir mal eine ideale Welt vor. Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Denke ruhig mal in alle Richtungen. Was müsste alles passieren, damit die Welt für dich ideal wird?

Jetzt verrate mir, ob da auch das Wort “vegan” auftaucht.

Bei mir nicht!

Ich male mir immer wieder beim Einkaufen in Gedanken den idealen Supermarkt aus. Tierfrei. Überall und dauerhaft.

Tierlabel vs. Veganlabel

Stell dir eine umgekehrte Welt vor. 99% der Menschen essen kein Tier. Freiwillig. Sie haben den Mehrwert erkannt. Ziehen kein Tier an. Leben ein Leben ohne Tier als frei nutzbares Gut oder zur persönlichen Bereicherung.

Die restlichen 1% wären offizielle Mischköstler, die als ewig Gestrige ihren Einkauf in speziellen Läden mit einem “Tierlabel” schneller durchführen können; und irgendwann auch durch den Generationenwechsel aussterben. Achtung: Tierlabel ist kein Tierwohllabel, diese Nebelkerze, die unsere Regierung für die Lobby vereinbart hat. Es ist ein Label, das auf die absolute Ausnahme „Tier im Nahrungsmittel“ hinweist.

Gescheite Kinder haben lange die alten Lebensweisen hinterfragt und modernisiert. In der Schule wird sich über die Mischkostzeit nur gewundert. Das frühe 21. Jahrhundert wird noch mit Barbarei beschrieben.

Der Normalzustand wäre “ohne ausgenutztes Tier” in allen machbaren Belangen. Wäre das nicht grandios? Das dürfte aber nie mit der Pistole auf der Brust durchgesetzt worden sein, sondern durch Aufklärung und sinnvolle, faktenbasierte Gesprächsführung, Aufzeigen von Alternativen. Eben guter veganer Aktivismus.

Vielleicht leben wir auch mit Tieren Seite an Seite in den grünen und autofreien Städten? Vielleicht wie bei Hartmut Kiewerts Animal Utopia? Dafür müssen natürlich noch viele Fragen geklärt werden. Es ist ja auch (noch) eine Utopie. Eine sehr schöne.

Vegane Welt

Ich wünsche mir seit dem ich mir sie einmal erdacht habe genau diese Welt. Jede freie Minute. Eine Quelle der Scheißigkeit in dieser Welt weniger – und mehr Kraft, um die (in meinem Kopf) eigentlich viel schwerwiegenderen Probleme anzugehen. Dafür müssen wir jetzt kleine, effektive Schritte gehen.

Eine vegane Welt: In manchen Ländereien ist das ohne krassen Eingriff in den Lebensstil oder die Umwelt nicht so leicht – wenn aber die im Überfluss schwimmende, westliche Welt es schafft, fast geschlossen vegan zu leben, wird das aber ein Klacks.

Bis dahin müssen wir lernen, wie man Geld isst.

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Nutripunk.de ist kein Arzt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Es gibt maximal Tipps aus eigener Erfahrung, die nicht allgemeingültig sind. Wenn du krank bist: Geh zum Arzt und such nicht im Netz nach Lösungen!

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