Wir schaufeln unser eigenes Grab!

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Der Mensch ist in seiner Gier zum kotzen. Weil’s doch so lecker ist. Und so natürlich. Am Arsch. Sorry. Ich kann es wieder einmal nicht anders sagen. Heute widmet sich die Süddeutschen Zeitung der neusten Studie des Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP). Die besagt, dass der Mensch sich verdammt noch mal am Riemen reißen muss, damit unsere Nachkommen unsere Scheiße nicht ausbaden müssen. Mal sehen, ob das irgend jemanden „da oben“ interessieren wird oder ob sich weiter in der Thematik unauffällig zurück gehalten wird.

Unter der Überschrift „Fleischkonzerne schaden dem Klima mehr als die Ölindustrie“ gibt es bei der SZ folgendes zu lesen.

  • Die fünf weltgrößten Fleisch- und Molkereikonzerne sind für mehr Treibhausgas-Emissionen verantwortlich als die großen Ölkonzerne. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie.
  • Sie schaden dem Klima damit deutlich mehr als bislang angenommen.
  • Berechnungen zufolge müsste der jährliche Fleischkonsum bis 2030 auf 22 Kilo pro Person sinken, um den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Greenpeace meint dazu:

„Wächst die Branche im bisherigen Tempo weiter, werde der gesamte Viehbestand bis 2050 etwa 80 Prozent des Treibhausgasbudgets der Erde verbrauchen, so die Schätzung“

Wahnsinn, oder? Bis 2030 muss der Verzehr pro Kopf weltweit auf 22 Kg im Jahr sinken, bis 2050 sogar auf 16 Kilo. Nur dann werden die Klimaziele erreicht – und das heißt schon, es darf nicht mehr als 2°C im Jahr ansteigen. Das meint zumindest Greenpeace. Aktuell werden in Deutschland 60 Kilo im Jahr gegessen.

Ich möchte in keiner Welt aufwachsen, wo ich später sagen kann „Ich hab‘s euch ja gesagt!“ oder wo wir gefilterte, frische Luft in Dosen kaufen können oder permanent Gasmasken draußen tragen müssen. Ganz zu schweigen von unseren Nachkommen.

Es wird immer wichtiger, dass auch DU als Mensch auf dieser Welt dich mit dem Gedanken anfreundest, sehr viel weniger (oder gar kein) Fleisch zu essen und das auch anderen immer wieder vorzuhalten. Das ist super nervig, vor allem für die Belehrten, aber es ist irgendwann unumgänglich, wenn wir irgendwie noch was reißen wollen. Dazu gehört aber nicht nur der eigene Verzicht (wobei es ja eigentlich eher ein „Schenken von Leben“ bzw. einfach nur „Leben lassen“ ist), sondern man muss auch aktiv werden und „denen da oben“ immer wieder die Situation vor Augen führen, dass endlich mal Regeln aufgestellt werden, dass die Industrie nicht einfach machen kann, was sie will.

Du bist am Zug!

Dann kann es am Ende nicht heißen „Hätte das nur mal jemand gesagt“ oder „Das wussten wir ja nicht“.

Artikel bei SZ Online
Studie bei IATP

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