Wie solltest du mit nicht-Veganer:innen umgehen?

Du lebst vegan. Dein Umfeld ist aber zum größten Teil omnivor unterwegs? Wie solltest du mit den Menschen umgehen? Es gibt verschiedene Ansätze.

Nicht-Veganer:innen haten?

Gerade am Beginn eines veganen Lebens ist es alles Andere als einfach, nicht-vegane Leben zu verstehen. Du hast für dich verstanden, warum es falsch ist, Tiere für dein Leben ohne triftigen Grund auszubeuten, quälen oder zu töten. Doch in deine Familie, Freunde oder Arbeitskollegen verstehen es nicht.

Im besten Fall lassen sie dich einfach in Ruhe – wir alle wissen aber, dass immer wieder Sprüche und Sticheleien kommen. Oft aus Unverständnis, oftmals aber auch aus Betroffenheit. Die meisten wissen, dass Tiere essen irgendwie doof ist und nicht sein müsste. Sie können nur nicht ihre Gewohnheiten abstellen und versuchen, das Wissen zu vergessen.

Doch was kannst du da tun?

Auch wenn es extrem schwer fällt: Aus eigener Erfahrung können die meisten langjährigen, vegan lebenden Menschen dir einen wichtigen Tipp mitgeben.

Es ist okay zu sagen, dass du vegan lebst.

Auf keinen Fall solltest du aber anderen ihr Verhalten in ein negatives Licht rücken. Es ist okay, sich nicht auf jede Diskussion mit (leider oftmals) sinnfreien Argumenten einzulassen. Kannst du aber, wenn du meinst, die richtigen Fakten als Gegenargumente zu kennen.

Es ist aber nicht okay, anderen zu erzählen, sie würden gerade Leichen essen. Oder ihnen beim Essen zu erzählen, dass für dieses Ei ein Küken geschreddert wurde. Oder, dass diese Menschen ignorant und dumm sind, dass sie noch Tiere essen würden. Oder, warum sie keine Hunde oder Menschen essen. Oder, dass sie gerade die Haut von toten Tieren tragen. Oder für das Lab in ihrem Käse Kuhkinder getötet wurden, um an das Enzym im Magen zu kommen.

Katzen Umarmung Vertragen Tolerieren
(c) GDJ / pixabay

Richtiger Umgang mit nicht-Veganer:innen

Stell dir vor, du lebst ein paar Jahre vor dem Jetzt: Du hast noch nicht den Entschluss gefasst, vegan zu leben. Nun hält dir ein Mensch aus deinem Umfeld vor, dass du scheiße bist und nicht nachdenkst.

Das finden nur die Wenigsten gut.

Zeige den Menschen, dass du sie weiterhin so tolerierst, wie sie sind. Wenn es deine Familie ist, sage ihnen weiterhin, dass du sie so liebst, wie sie sind. Sofern das auch davor stimmte. Stehe bei Bedarf für deinen Weg ein und beantworte Fragen, wenn sie denn kommen – und du eine Antwort weißt.

Wenn nicht, sage einfach: „Ich möchte nichts Falsches sagen und möchte erst einmal nachlesen“. Tu‘ das auch, wenn das Gegenüber sich dann bestätigt fühlt, weil es ein (vermutlich) dümmliches Argument gegen Veganismus hervorgebracht hat und deinen Lebensweg in Frage stellt und die eigene (Nicht-)Entscheidung bestätigt.

Toleriere (= dulden), dass andere (bisher?) nicht die Erkenntnisse hatten, die du hattest. Du musst es aber nicht akzeptieren (= gutheißen). Und das kannst du auch so sagen.

Du würdest es für dich auch nicht anders wollen.

Oder?

Richtiger Aktivismus

Hier erfährst du, wie du Menschen von einem veganen Lebensstil überzeugen kannst. Und was es für Aktionsformen gibt.

Veganer Aktivismus – so findest du deine Aktionsform

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