PETA grillt öffentlich einen „Hund“ und die Leute rasten aus

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Ich habe so meine Probleme mit der PETA und ihren Aktionen. Die sind oft nicht gut durchdacht, den Vogel haben sie mit den „Holocaust auf den Tellern“ Aktion abgeschossen. Der Vergleich geht einfach auf keine Kuhhaut. Aber jetzt haben sie wohl mal das Glücksschwein geritten, denn die letzte Aktion trifft auf einen Medienrummel, der seines Gleichen sucht. In den Innenstädten werden Hunde gegrillt.

PETA grillt Hunde

Natürlich ist es kein echter Hund, sondern nur eine Attrappe, die da auf den Grills in den Innenstädten liegt. Allerdings sieht der Hund schon „gut durch“ aus, eben wie ein Spanferkel auf offener Flamme. Nach dem Wohlbefinden der armen Sau fragt vermutlich keiner, ist ja so lecker. Liegt aber auf einmal ein Hund auf dem Grill, gehen die Leute steil.

„Denkt denn keiner an die Kinder?“

Von Traumata ist die Rede. Kinder weinen. Ja. Zurecht. Ein Tier ist tot! Für Nichts!

Zumindest sieht es aus wie ein echter Hund. Ein Tier, das nicht hätte sterben müssen. Tiere essen ist im Jahre 2019 nicht notwendig und sollte auch nicht normal sein. Über die Natürlichkeit kann man streiten. Früher war alles anders, damals in der Steinzeit, als es noch keine Supermärkte mit ganzjährig geilen und frischen Nahrungsmittelnaus aller Welt gab. Da zog das noch als Argument. Aber jetzt?

Anscheinend denkt keiner an die Kinder, wenn man ihnen ohne nachzudenken anerzieht, dass man Tiere in der Nahrung braucht. Davon wird man groß und stark. Milch macht müde Männer munter. Klar. Aber dafür muss immer ein Tier sterben oder gequält werden. Genau das, was die Kinder so traurig macht, wenn auf einmal der beste Freund des Menschen durchgebraten da liegt.

Karnismus

Hast du ihnen als fürsorgliches Elternteil erklärt, wieso das so sein muss? Ich meine, mit allen Fakten auf den Tisch ohne das „was man so hört“ oder was „schon immer so war“? „Schmeckt lecker“ oh ja. Aber ist eben nicht nötig.

Zubereitetes Fleisch in Verpackungen entfremdet vom edlen Spender. Stell ein 3-jähriges Kind mal vor ein Spanferkel am Spieß. Es wird die Welt nicht verstehen. Zurecht, denn ein Kind zu töten und zu fressen muss nun wirklich nicht sein.

Nichts Anderes will die PETA (abgesehen vom Medienrummel): Dieser Umstand muss aus den Köpfen. Warum werden sog. Haustiere über sog. Nutztiere gestellt? Wieso werden überhaupt immer noch Tiere gegessen? Ethik, Umwelt und eventuell sogar Gesundheit – drauf geschissen. Ist ja so lecker. Wer in den Kommentarspalten der jeweiligen Medien immer noch von „Perversion“, „Nutztiere vs. Haustiere“ und anderen hanebüchnen „Fakten“ redet, sollte einfach mal den Kopf anschalten und 5 Sekunden nachdenken.

Danke an die „Peta grillt Hund“ Aktion. Dieses eine Mal. Dieser Denkschritt ist essentiell auf dem Weg in eine gerechtere Welt.

Wer mehr über Karnismus (das ist die Denkweise dahinter) erfahren möchte, sollte sich Melanie Joys „Warum wir Schweine essen …“ Buch anschaffen.

Quellen

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