Die besten veganen Bücher – Einsteiger bis Profi: Sachbücher, Fachliteratur und Rezepte

Geschätzte Lesezeit: 13 Minuten

Bücher. Das sind diese Dinger, die keine Batterie oder Strom brauchen und trotzdem funktionieren. Mit einem Wisch bist du auf der nächsten Seite und kannst das Wissen aufsaugen. Für mich ist das angenehmer als auf E-Book Reader, Tablet oder Computer und außerdem kann ich die gebraucht kaufen und wieder verkaufen. Aber man kann eben nicht immer mal so schnell reinlesen.

Damit du nicht bei dem riesigen Angebot verzweifelst und wie ich auch esoterischen Quatsch lesen musst, habe ich dir mal meine besten Bücher rund um die pflanzliche Ernährung oder das vegane Leben. Nicht nur frische Umsteiger*innen können hier Hilfe finden, sondern auch altgediente Veganer*innen finden sicher etwas. Zur Auflockerung gibt‘s Rezepte. Bitte lies aber auch den Textabsatz, da nicht alle Bücher durchweg empfehlenswert sind!

Hast du ein Buch für mich, das ich unbedingt lesen sollte? Dann ab damit in die Kommentare!

Wer keine Bücher mag, sondern sich lieber berieseln lässt, der sollte sich mal die besten veganen Youtuber oder die besten veganen Podcaster anschauen. Aber natürlich gibt es auch Filme bzw. Dokus oder andere vegane Projekte – hier muss man aber wieder selbst lesen.

Stand 09/2018.

Die Reihenfolge dient keiner Wertung. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Verlagen.

Einsteigerbücher

Tiere Essen (Jonathan Safran Foer)

Tiere Essen Buch CoverFast schon ein uraltes Buch, verglichen mit den anderen hier. 2009 ist es erschienen und setzt sich vor allem mit der Massentierhaltung auseinander. Ich habe es nicht gelesen, sondern mir als Hörbuch gegönnt. Wie ich auch hat der Autor sein Leben umgestellt, als er Vater wurde, weil es eben nicht mehr nur um das eigene Überleben geht, sondern die Zukunft des Nachwuchses und damit der Umwelt. Es dreht sich viel um die Tierhaltung in den USA, in der deutschen Version des Buches gibt es Fußnoten vom VeBu (jetzt ProVeg) mit Zahlen von hier.

Es geht Herrn Foer weniger darum, den Lesenden zu bekehren, sondern die Massentierhaltung zu beleuchten. Natürlich gibt es nur eine logische Konsequenz, wenn man das Leid oder den Tod an Tieren vermeiden will. Es geht hier auschließlich um Vegetarismus, nicht Veganismus. Vermutlich ist das der Popularität geschuldet. Der Autor ist mittlerweile auch bestrebt, vegan zu leben.

Das Buch ist kurzweilig, erweitert die Sichtweise auf vielleicht unbekannte Sachen und gerade für den Einstieg keine schlechte Idee.

Wieso? Welshalb? Vegan! (Hilal Sezgin)

Wieso Weshalb Vegan Buch CoverEs gibt viele Gründe für dich, vegan zu leben. Du weißt vielleicht nur noch nicht, warum. Das Buch Wieso? Weshalb? Vegan! Erklärt dir die Hintergründe an Beispielen – da nichts beschönigt wird, sollte das Buch vielleicht nicht von kleineren Kindern (u12) gelesen werden. Das Thema sollte langsamer an sie herangetragen werden, da sie die Welt noch mit anderen Augen sehen und man nicht zu schnell alles auf sie einprasseln lassen sollte. Die Wahrheit kommt früh genug auf sie zu.

Trotzdem richtet sich das Buch eher an junge Menschen, die gern leichten Schreibstil (ich!) lesen und auch mal gern trotz des harten Themas währenddessen schmunzeln wollen (ich!). Man fliegt sehr fluffig über die Zeilen und ich hatte nie das Gefühl, dass ich gelangweilt werde. Es geht nicht nur um die Tiere, sondern auch das Klima bzw. die Umwelt. Darüber erreicht man auch sehr viele.

Die Autorin ist übrigens Journalistin für die Zeit, taz, Frankfurter Rundschau und Süddeutsche Zeitung. Haltet mal die Augen nach ihren Artikeln offen, die drehen sich meist um das Thema vegan und sind IMHO bis auf kleine Ausnahmen sehr empfehlenswert.

Vegan!: Vegane Lebensweise für alle (Mark Pierschel)

Vegane Lebensweise für alle Buch CoverGleich vorab: Das ist ein Buch, das keine anderen Bücher über das vegane Leben im Anschluss mehr braucht. Das Buch bietet eine Menge an Informationen rund um die vegane Lebensweise. Angefangen wird bei der Historie über die Gründe, stellt sich den üblichen Fragen „Was kann ich noch essen?“ und gibt auch gleich ein paar Rezepte an die Hand – und für Reisende ein paar Vokabeln.

Auch die Frage, wo welche Nährstoffe enthalten sind, wird beantwortet. Es werden leider wichtige Fakten ausgelassen: Etwa, dass die 15000-20000l Wasser pro Kilogramm Rindfleisch auch sehr viel virtuelles Wasser beinhalten. Auch wird mir die China Study zu unkritisch zitiert. Sonst ist das Buch aber sachlich und mit vielen Fußnoten zu Primärquellen zur weiteren, freiwilligen Forschung versehen.

Es dreht sich hier um den ethischen Veganismus, was ich eher begrüße, als die anderen Sorten, die oft fehlbare Fakten verbreiten und auch nicht so nachhaltig die Menschen beeinflussen. Mein Einsteigerfavorit. Und vor allem gebraucht super günstig!

Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus – eine Einführung (Melanie Joy)

Warum wir Hunde lieben Schweine essen und Kühe anziehen Buch CoverEbenso ein Standardwerk für den Einstieg kommt von Dr. Melanie Joy, eine Psychologin aus den USA, die übrigens mit dem ProVeg-Chef Deutschland liiert ist. Interessant ist die Einstiegsthese, dass viele Menschen verstört wären, wenn sie im Nachhinein erfahren würden, dass ihre Mahlzeit gerade aus Golden Retriever bestand statt aus dem vermuteten Kalb. Vielen wäre schlecht.

Sie hat dazu den Begriff Karnismus erfunden, den man in veganen Kreisen immer wieder hören wird. Ein Tier liebt man und hat man als Freund, das andere wird massenweise gezüchtet, gequält und getötet, damit man es isst oder anzieht. Normalzustand in unserer Welt. Diskriminierung durch Artzugehörigkeit. Pervers, oder?

Das Buch richtet sich vor allem potenzielle Einsteiger, die noch mit dem Gedanken spielen, auf Fleisch oder gar ganz Tierprodukte zu verzichten.

Vegane Eltern, Junges Gemüse (Corinne Matzka, Jonas Engelmann)

Vegane Eltern, junges Gemüse Buch CoverEs zählt für mich schon eher zu den Fachbüchern, aber es ist so einsteigerfreundlich geschrieben, dass ich es einfach hier einsortieren musste. In Vegane Eltern, Junges Gemüse geht es um genau das: Eltern, die ihr Kind pflanzlich ernähren wollen und mit all dem Kram der unveganen Welt konfroniert werden.

Das geht über die bloße Ernährung hinaus. Alltägliche Stolperfallen wie Zoo, Zirkus, Psyche, Diskussionen in der Familie, unterwegs zu Essen auftreiben, Medizin, Kosmetik, Kita Alltag, Kindergeburtstage – zu allem gibt es kurze und nicht all zu tiefgreifende Ratgeber, Interviews und einfach umzusetzende Tipps. Am Ende noch einen Überblick über den Bedarf der Kinder je nach Alter. Und natürlich auch, in welchem Nahrungsmittel welche Nährstoffe drin sind.

Ich empfehle das Buch allen werdenden Eltern ab der Schwangerschaft, die vielleicht noch nicht so fest im Sattel sitzen oder sich einfach mal über andere Meinungen und Erfahrungen informieren wollen. Wir wissen alle, das pflanzliche Kinderernährung noch nicht umfassend erforscht ist und deswegen harsch in der Kritik steht. Aber wir wissen auch alle: Es geht sehr gut. Das Buch bekräftigt euch dabei.

Tierethik

Texte Zur Tierethik

Texte zur Tierethik ReclamEs ist ein älteres Buch, das sehr umfassend auf die verschiedenen Positionen der Tierethiker und Philosophen eingeht. Teilweise beinhaltet es erstmalige Übersetzungen ins Deutsche. Welche Rechte sollten Tiere haben? Haben sie schon Rechte?

Das Buch ist in zwei Teile, Theorie und Anwendung, unterteilt. Für den Otto-Normal-Mensch ist Teil 2 sicher spannender und alltagsnaher. Teil 1 ist für alle interessant, die schon immer mal (gefühlt alle) Positionen durchgekaut haben wollten.

Für kleines Geld bekommt man ein typisches Reclam-Heft. Viel Text. Kleiner Text. Großer Inhalt. Vermutlich das umfassendste Buch, das ich zu der Thematik gelesen habe. Und auch das Trockenste.

Tierethik: kurz + verständlich (Friederike Schmitz)

Tierethik kurz und verständlich Buch CoverEs ist umfassendes Buch, aber recht flach gehaltenes Buch, über die verschiedenen Thesen der Tierrechtsbewegung sein. Es werden tatsächlich viele Ansichten ohne Wertung beschrieben und auf die verschiedenen Aspekte des jeweiligen Menschen eingegangen. Der Vorteil: Man erspart sich die gesamte Lektüre und bekommt sie hier kurz zusammengefasst. Allerdings nur eine Auswahl und diese nicht all zu tiefgreifend.

Das Format des Buches ist herrlich klein und perfekt für die Hostentasche. Wirklich! Dank der kurzen Absätze lässt sich auch mal nur 20 Sekunden reinschauen.

Es ist leider auch sehr trocken. Man muss sich wirklich mit dem Thema bzw. den philosophischen und hypothetischen Ansichten der Tierrechtler beschäftigen wollen. Gegen Ende wird es dann etwas flüssiger lesbar. Ich fühlte mich danach auf jeden Fall gut informiert, auch wenn es manchmal nicht einfach war, weiterzulesen. Ich bin aber auch nicht der Typ für derlei Bücher, aber das Thema ist mir zu wichtig, um das als Argument gelten zu lassen. Deswegen: Augen auf und durch.

Die Autorin Friederike Schmitz betreibt übrigens auch „Fake News“ Aufklärungsarbeit auf ihrem Blog. Vielleicht solltet ihr da auch mal reinschauen. Es wird wirklich viel Mist im Netz verbreitet und dann nicht korrigiert.

Fachbücher

Vegane Ernährung (Heike Englert)

Vegane Ernährung Buch CoverJetzt wird es wissenschaftlicher. Das Buch Vegane Ernährung hatte seinen Titel nicht schlechter wählen können. Und gleichzeitig auch nicht besser. Es geht darin um alle gesundheitlichen Aspekte der pflanzlichen Ernährung und begründet die Aussagen anhand von haltbaren Studien. Es geht um den möglichen Einfluss auf die Gesundheit und verschiedene Krankheiten und gibt zugleich ein paar Tipps auf den Weg, wo man welche Nährstoffe bekommt.

Außerdem geht es auch auf Fleischalternativen ein, die ja bekanntlich Hauptnahrungsmittel für Veganer*innen sind. Zumindest, wenn man den recht klickgeilen und oft auch leider schlecht informierten Medien glaubt. Für Umsteiger ist da aber auf jeden Fall ein wichtiger Punkt.

Es ist trotz der wissenschaftlichen Herangehensweise nicht langatmig und geht auch auf spezielle Lebensabschnitte (Schwangerschaft, Kindheit, Renter), den präventiven und kurativen Einfluss auf bestimmte Erkrankungen oder auch auf Sachen wie Sporternährung.

Für mich mein Backup im Schrank, wenn ich mal etwas nachschauen oder belegen muss.

Vegan Klischee Adé (Niko Rittenau)

_VeganKlischee_Cover_F.inddDas Buch ist aktuell das neuste aus Deutschland, das sich mit dem Gesundheitsaspekt der pflanzlichen Ernährung eingehend beschäftigt. Dabei zitiert er durchweg aus Primärliteratur. Die Studien sind nach Möglichkeit nicht nur in vitro oder an Tieren durchgeführt, sondern auch am lebenden Menschen evidenzbasiert.

Vor allem finde ich gut, dass anders als bei Dr. Gregers „How not to die“ auch gesagt wird, wenn es keinen positiven oder präventiven Einflüsse auf Krankheiten gibt. Das ist sehr wichtig für alle, die sich mit der rein pflanzlichen bzw. „veganen“ Ernährung befassen und das als Nicht-Fachmenschen eher schlecht bewerten können. Manchmal ist es etwas durch die Blume gesagt, aber solange es keine negativen Auswirkungen hat, ist es noch okay. Auch geht er auf die verschiedenen Standpunkte der Wissenschaftler*innen ein und erläutert diese.

Das Buch könnte sich zu einem Klassiker entwickeln, das in jedem veganen Bücherregal stehen solle. Zusammen mit „Vegane Ernährung“ (Heike Englert) für mich schon kurz nach dessen Erscheinen eines der wichtigsten Bücher, was die Vor- und Nachteile der Pflanzenkost angeht.

Vegan im Recht (Ralf Müller-Amenitsch)

Vegan im Recht Buch CoverDer Anwalt Ralf Müller-Amenitsch ist einer der wenigen Menschen, die sich auch vor Gericht für Veganer einsetzt. Vor allem in Berlin ist er für Familien aktiv, die in Beruf, Schule oder anderen öffentlichen Einrichtungen aufgrund ihrer Ernährungsform Probleme in Kantinen oder im Alltag generell bekommen. Viele wissen nicht: Du hast vermutlich einen Anspruch auf deine Ernährungsform. Es ist pragmatisch geschrieben, ist ohne Jurastudium gut zu verstehen und man kann auch ohne Klagegedanken im Hinterkopf viele Tipps rausziehen.

Das Buch erklärt anhand von Erfahrungen aber auch, dass man im allergrößten Notfall (!) auch rechtlich für seinen Lebensstil kämpfen kann oder weist auf Präzendenzfälle hin. Es geht nicht nur um die Ernährung im Berufsleben, sondern auch beim Mietrecht oder Verbraucherrecht. Die alltägliche Diskriminierung kommt auch zur Sprache. Oder auch, ob man einen Job als Fleischer oder (unveganer) Koch vom Arbeitsamt annehmen muss. Gibt es Mehrbedarf, wenn man ALG II bekommt?

Ich hatte es mir zugelegt, damit ich weiß, wie meine Ansprüche für mein Kind in Kita und später der Schule sind. Ich wurde nicht enttäuscht und habe eine perfekte Argumentationsgrundlage mit den Obrigkeiten/Trägern für meine und die Bedürfnisse meines Kindes.

Der Autor ist außerdem im ProVeg (ehem. VeBu) aktiv.

Vegan in anderen Umständen (Carmen Hercegfi, Sarah Gebhardt)

Vegan in anderen Umständen Buch CoverDas Buch wurde zusammen von Carmen mit der Youtuberin Pflanzenhunger, im echten Leben Sarah, geschrieben. Es geht um die Schwangerschaft und richtet sich somit direkt an schwangere Frauen.

Viele (Frauen)Ärzte sind auf Kriegsfuß mit der veganen Ernährung und auch die landläufige Meinung ist eher schlecht. Viele Frauen gehen als Veganerinnen während der Schwangerschaft zurück auf eine andere Ernährungsform, egal ob vegetarisch oder omnivor. Hier packt das Buch an, denn die Ärzte haben einfach keine Ahnung, weil sie nicht auf dem neusten Stand sind oder sein wollen. Stichwort Karnismus.

Ich weiß, dass vegane Ernährung zu jeder Lebenszeit möglich ist. Das wissen Ernährungsgesellschaften weltweit, nur die in unserem Land nicht. Und das Buch Vegan in anderen Umständen ist auch der Meinung.

Im Buch findet ihr Wissen und Tipps für Schwangerschaft und Wochenbett und die Stillzeit. Welche Nährstoffe sind wichtig? Worauf muss man sonst noch achten? Warum braucht man einfach keine Angst haben? Dazu kommen Rezepte für den erhöhten Nährstoffbedarf. Außerdem kommen in verschiedenen Interviews Fachärzte, Hebammen und Ernährungsberater zu Wort und unterstreichen das alles nochmal mit der fachlichen, pro-veganen Meinung.

Pflichtlektüre für alle veganen Mamas. Und auch die, die es noch werden (wollen). Denn: Es geht quasi problemlos!

Populäre Bücher – kurz betrachtet

China Study (T. Colin Campbell)

China Study Buch CoverIch möchte dieses Buch nicht empfehlen, sondern nur kurz darauf eingehen: Es ist kein Buch, dass die vegane Lebensweise wissenschaftlich belegt. Es geht um eine breit angelegt Studie in China, deren Essenz ist: Tierische Lebensmittel machen viele Krankheiten. Dabei wird aber nicht wissenschaftlich vorgegangen und auch sog. Cherry Picking betrieben. Heißt, nur die besonders positiven Fälle werden heraus gepickt. Außerdem werden auch falsche Schlüsse gezogen. Sicher ist nicht alles in dem Buch falsch, aber die vegane Bibel, die es für viele ist, ist es sicher nicht.

Es gibt eine gekürzte Fassung ist auch als Hörbuch (von Christoph Maria Herbst gelesen) verfügbar. Man kann es mal gehört haben, aber bitte nicht alle Aussagen für bahre Münze nehmen, nur weil ein Doktor sie in ein Buch geschrieben hat. So entstehen Impfgegner.

How not to die (Michael Greger)

How not to die Buch CoverEbenfalls ein viel geliebtes Buch, dessen Verlag in Deutschland sehr schlecht gewählt ist, da sonst sehr viel Esoterikliteratur darüber vertrieben wird. Es ist ein Wälzer, der von einem amerikanischen Arzt geschrieben wurde und nicht den Veganismus propagiert, sondern die pflanzliche Ernährung – in Amerika wird das getrennt. Hierzulande noch nicht.

Auch hier wird leider ab und zu Cherry Picking betrieben und Studien sind nicht immer haltbar oder wiederholbar, sondern eben nur mal positiv passend für das Argument.

Dennoch ist Dr. Gregers Daily Dozen, also 12 Lebensmittel, die man täglich essen sollte, ein sehr guter Wegweiser für gesunde, vollwertige, pflanzliche Ernährung. Dafür braucht ihr aber nicht das gesamte Buch, sondern wirf einfach mal die Suchmaschine der eigenen Wahl nach „Dr. Gregers täglichem Duzend“ an.

Er schreibt grad noch ein Buch, mal sehen, was da auf uns zukommt.

Rezepte

Ich bin echt kein Freund von Rezeptbüchern. Trotzdem habe ich bei mir zwei Bücher gefunden, die sich nur der Essenszuberitung widmen. Daraus habe ich noch nichts absichtlich und vollumfänglich nachgekocht, aber ich hole mir immer wieder Tipps für einzelne Zutaten.

Vegane Küche für Kinder (Christina Kaldewey)

Vegane Küche für Kinder Buch CoverGerade für Kinder tun sich manche sehr schwer, etwas rein pflanzliches zu kochen oder zu backen. Dabei ist es ziemlich einfach und oft sowieso vegan – es steht nur nicht groß dran, sondern ware es schon immer. Überrascht? Vermutlich nicht, wenn du eh schon vegan lebst. Das Buch gibt neben den wichtigen Nähstoffen und den Bedarf von Heranwachsenden nicht nur Kochrezepte an die Hand, sondern gibt auch Tipps in Sachen Fingerfood, Brei und Smoothies. Es geht um Gewürze, die richtige Lagerung nebst Einfrieren und kümmert sich auch um Gebäcke und Aufstriche.

Vieles ist sehr simpel. Für mich als viel kochenden Menschen sind manche Rezepte fast schon Hohn, gerade bei der Beschreibung der Zubereitung, wenn erklärt wird, dass man eine Nudelsuppe mit Gemüsebrühe, Wasser, Möhren und Nudeln macht und das zusammen kocht. Oder, dass man Kürbiscremesuppe am Ende püriert. Aber so läuft das eben in Kochbüchern. (Unter anderem deswegen lese ich die nicht). Aber die Rezepte sind durchweg sehr schön, mit Bild und alle mit wenig Aufwand verbunden. Genau das Richtige, wenn man mit Kind kochen will.

Das vegane Familienkochbuch (Jasmin Hekmati)

Das vegane Familienkochbuch Buch CoverLieblingsgerichte für Groß und Klein. Auf jeden Fall sind hier richtig leckere Sachen drin, vom Aufstrich bis zum Burger und dazu noch die Zeitangabe und natürlich appetitliche Bilder. Auch hier wird wieder auf die potenziell kritischen Nährstoffe eingegangen, was Kindern besonders gut schmeckt und wo sie gut mithelfen können. Außerdem schmeckt es den Kleinen doch automatisch besser, wenn sie mitgemacht haben.

Es kommen auch ein paar exotischere Gerichte zur Sprache, die man sonst eher nur auswärts vorgesetzt bekommt. Damit kann man auf jeden Fall vor anderen glänzen, wenn man meint, dass man das braucht. Sonst ist es ein guter Leitfaden mit Rezepten für ziemlich jede Situation. Auch Exoten in anderen Büchern wie Brot, Mayonaise oder ostasiatische Gerichte kommen hier mal vor.

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Humpelhuber
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Humpelhuber

Geniale Liste und auch mal ein paar andere Bücher dabei, wobei ich Melanie Joys Werke überhaupt nicht mag. Interessant, dass du China Study kritisch bewertest, das tun (leider) nur wenige Veganer_innen.