Ist die Umstellung auf vegane Ernährung schwer?

Lesezeit ca. 3 Minuten

Jährlich stellen tausende Menschen ihr Leben auf vegan um. Sie ernähren sich auch pflanzlich. Wie machen die das? Auf den Genuss von Fleisch, Milch im Kaffee oder gar Käse ist für viele unvorstellbar. Fand ich auch! Alles ändert sich: Du kannst „nichts“ mehr essen, Einkaufen dauert ewig und alles schmeckt nach Arsch und Friedrich (also: fad). Zudem wird man zu diesem unliebsamen Müsli-Hippie, der auch noch jedem erzählen muss, dass er vegan lebt.

Bullshit!

Ich zeige dir, wieso der Umstieg auf vegan die beste und wohl weitreichendste Entscheidung in meinem Leben war.

Falsche Erwartungen

Das Problem ist wirklich, dass sich die meisten schlecht informiert haben. Oder schlecht informiert wurden, denn die Berichterstattung im Netz ist ziemlich mies. Mangelernährung, künstliche Pampe, nie wieder Pizza …

Nein!

Am Anfang ist alles erstmal neu. Alles anders. Die Welt ist einfach omnivor, vor allem leben wir in extrem fetten Jahren. Nie wurde so viel Fleisch wie jetzt gegessen. Dabei ist der Mensch gar nicht dafür gebaut, so viel Fleisch zu essen. Es ist alles eine Sache der Gewohnheit.

Es ist wie ein Instrument lernen: Am Anfang klingt alles krumm und schief und die Tasten bzw. Saiten fühlen sich fremd an. Nach ein paar Wochen geht es schon besser und nach ein paar Monaten ist es das Normalste der Welt. Man muss nur anfangen mit dem Umdenken. Helfer im Netz gibt es jede Menge. Hier ist einer. 😉

Einkaufen

Anfangs musst du beim Einkaufen alle Inhaltsstoffe auf den Verpackungen lesen. Das nervt, aber ist unumgänglich. Dein erster Blick sollte nach einem Vegan-Label scannen, oder einfach nur dem aufgedruckten Wort.

Schneller geht es mit Helfer-Apps, z.B Code Check (keine bezahlte Werbung). Ansonsten einfach durchlesen und auf Milch, Ei, Honig oder bestimmte E-Nummern achten, die auf tierische Bestandteile wie z.B. echtes Karmin hinweisen.

Du wirst schnell merken: So viel bleibt da nicht übrig. Aber definitiv genug zum gut Leben.

Das heißt aber auch: Du bist schneller beim Einkauf.

Der vegane Einkauf beschränkt sich in der Regel auf die Abteilungen: frisches Obst, frisches Gemüse, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Süßigkeiten und Getränke. Vielleicht noch bei der Tiefkühlware. Hier auch auf die Stolperfallen (Gelatine und Co.) achten.

Cooler Sidefact: Du wirst neue Lebensmittel entdecken, von denen du vielleicht noch nie etwas gehört hast: Quinoa, Chia, Tempeh, Miso, Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte, grüne Smoothies … die Liste ist noch viel länger. In der Regel isst du nach der Umstellung viel bunter und frischer. Das heißt allerdings nicht, dass man Exoten wie Chiasamen unbedingt braucht. Leinsamen tuns auch.

Nutripunk Gemuese Obst Einkaufen Supermarkt Vegan Pexels 5205

Geschmack

Wenn du vermehrt frisch kochst oder zubereitest, dann geht dir nach ein paar Wochen zusammen mit der Entwöhnung von Fleisch, Milch und Ei bei jedem Essen die Sonne auf. Viele berichten von einem geschärften Geschmackssinn. Auch bei mir war es so, dabei ernährte ich mich schon recht gesund und lange vegetarisch vor der Umstellung.

Vegan unterwegs

Ein großes Problem für Viele: Unterwegs etwas Veganes essen.

Wenn man sich in veganen Metropolen wie Berlin, Hamburg ode rauch Köln befindet, dann ist das sicher kein Problem. Weniger erfolgreich ist man in kleineren Städten. Hier muss man auf Szenebezirke und -restaurants hoffen. Aber es gibt immer mehr vegane Optionen in den Restaurants und Cafés.

Ist ein Restaurantbesuch längerfristig geplant, dann ruf einfach vorher an und frag nett nach. Viele Köche freuen sich über eine Abwechslung. Direkt vor Ort geht aber oft auch. Notfalls sind Pommes mit Ketchup immer vegan. Oder ein Blattsalat mit Öl. Zuhause kanns dann wieder ausgewogener werden. Außerdem sind Pommes auch mal lecker.

Das gleiche gilt für die Kantine beim Job. Oft sind auch vegetarische Speisen zufällig vegan. Die Zutatenliste (bzw. die mit Allergenen) hilft. Andernfalls kannst du auch vorkochen. Nicht nur preiswerter, sondern auch leckerer. Also, wenn du kochen kannst. 😉

Du solltest auf jeden Fall nicht mit ausgedachten Allerdien hausieren gehen. Das hilft dem Veganismus nicht, und auch deiner Art und Weise nicht, wie du deinen neuen Lebensstil in die Öffentlichkeit trägst. Mit der Zeit wird es immer einfacher.

Auch hier helfen dir Apps, zum Beispiel Happy Cow oder Vanilla Bean, beide in meiner Topliste.

Vegane Snacks

So zwischendurch ein Häppchen für den hohlen Zahn mag jede*r. Ich empfehle als Snachs immer gern Obst (Apfel ode rBanane bieten sich an), Nüsse, Riegel, Reiswaffeln, Bitterschokolade … alles lecker und alles gibt es vegan.

Restaurant Salat Essen Pexels 407293

Just do it

Trau dich! Probier es aus! Wenn es hilft: Nenn es Challenge.4 Wochen schafft jeder, ohne vom Fleisch zu fallen. Gewöhnt euch langsam ein. Lasst nach und nach Sachen mit Tier weg. Sorgt vor: Anrufen oder Snacks einpacken. Es wird immer einfacher!

Disclaimer: Nutripunk.de ist werbefrei, unabhängig und geht keine Kooperationen ein.

Nutripunk.de ist kein Arzt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Es gibt maximal Tipps aus eigener Erfahrung, die nicht allgemeingültig sind. Wenn du krank bist: Geh zum Arzt und such nicht im Netz nach Lösungen!

Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei