Ist der Mensch Fleischfresser, Allesfresser oder Pflanzenfresser?

Ist der Mensch Allesfresser Teaser Pexels 265316
Dieser Blog ersetzt keinen Arzt. Wenn es dir schlecht geht, lass es von einem kompetenten Arzt mit Medizinstudium abklären.

Ist der Mensch Fleischfresser? Ist es unnatürlich oder gar ungesund auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, wo doch unsere Vorfahren sich angeblich erst durch Fleisch so entwickeln konnten? Oder stimmt das alles doch nicht?

Fleisch oder nicht?

Schwupps, da ist es passiert. Man liest nichtsahnend einen Artikel bei SPON, ZON, Facebook und Co. und scrollt aus Versehen zu weit runter.

Kommentarsektion. Grabenkampf. Fleischbefürworter:innen gegen Veganer:innen. War es überhaupt das Thema des Artikels? Egal! Keiner rückt von der Position ab, Argumente und Belege sind oft halbgar, komplett falsch oder werden selbst bei Nachfrage nicht belegt.

Dafür ist dieser Artikel. Du kannst ihn einfach verlinken.

Der Mensch ist …

… von der Natur aus weder reiner Fleischfresser, noch reiner Pflanzenfresser. Er ist ein Allesfresser bzw. Omnivore mit Hang zur pflanzlichen Kost. Omnivore heißt aber auch, dass er sich anpassen kann und auch nur von einer Sorte Nahrung leben kann, sofern die ihm alle essentiellen Nährstoffe bietet.

Als reiner Fleischfresser wäre der Mensch nicht überlebensfähig, da er nicht wie echte Carnivoren Vitamin C selbst bilden kann oder Povitamine fehlen. Es gibt Völker, die essen fast nur Fleisch, etwa die Inuit. Allerdings essen die auch fast alle Innereien und deren Innereien (Mageninhalt) mit. Dadurch kommen auch essentielle, pflanzliche Nährstoffe und Ballaststoffe im Körper an. Inuit leben aber nicht gesünder, sondern haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko und eine 10 Jahre kürzere Lebenserwartung. Es ist aber nicht abschließend geklärt, ob das nur an der Ernährung liegt.

Das andere Extrem, nur pflanzliche Ernährung, gibt es “in der Natur” auch nicht. Studien weisen darauf hin, dass pflanzliche Ernährung möglicher weise einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat und das Risiko auf bestimmte, sog. Zivilisationskrankheiten minimieren KANN. Es ist aber auch hier nicht komplett geklärt, ob es nur an der pflanzlichen Kost liegt, oder auch am meist gesünderen Lebensstil vieler Vegetarier- und Veganer:innen – sie rauchen weniger und bewegen sich mehr. Als Grundbaustein kann ich das für mich als (wenig wichtige, aber nennenswerte Einzelevidenz) aber bestätigen, dass mit der Umstellung meine rheumatische Erkrankung besser geworden ist, als beim Verzicht auf Zigaretten oder Alkohol.

Wichtig ist, dass alle Nährstoffe im Körper ankommen. Nun ist die pflanzliche Ernährung als Standbein des Veganismus per Definition eine Mangelernährung, es fehlt Vitamin B12 komplett und andere sind nicht so umfangreich enthalten.

Früher wäre das ein Todesurteil gewesen. Aber früher gab es auch noch keine Supermärkte, die das gesamte Jahr alle möglichen Nahrungsmittel anbieten.

Geschichte

Neandertaler SteinzeitDer Mensch hat schon immer Fleisch gegessen“ oder „Ohne die Proteine im Fleisch hätte sich unser Gehirn niemals so entwickelt“ sind gerne gezogene Argumente der omnivoren Fleischbefürworter. Ich würde so weit mitgehen, dass der Mensch sich sicherlich langsamer bis „hierher“ entwickelt hätte, aber es ist auch im Gespräch, dass etwa bestimmte klimatische Bedingungen vielleicht sogar mehr Einfluss auf das Gehirnwachstum hatten. Auch das Zubereiten Erhitzen für leichtere Verfügbarkeit der Nährstoffe und bessere Verträglichkeit oder allgemein Kohlenhydrate stehen mittlerweile zur Debatte, für das Hirnwachstum (mit)verantwortlich zu sein.

Dass der Mensch schon immer Fleisch gegessen hat, ist richtig. Erst roh, dann nach der Entdeckung des Feuers auch gegart. Früher war der Mensch aber vor allem Sammler und Jäger. Jagen war anstrengend und energieraubend. Viele Menschen waren daran beteiligt und mussten das Tier viele Kilometer verfolgen bis es dann endlich tot war. Das konnte auch mal ein paar Tage dauern. Die verbrauchte Energie konnte er nur schwer wieder reinholen. Vor allem deswegen hat der Mensch sich (je nach Wohngebiet) auch mal eher auf das Sammeln von pflanzlicher Nahrung (Frank Robert Vivelo, Handbuch der Kulturanthropologie) konzentriert. Die laufen auch nicht tagelang vor einem weg, liefern (vor allem damals ohne Kultivierung) aber auch nicht so viele Nährstoffe auf kleinem Raum.

Vor allem im Winter waren die oft mangelernährten Frühmenschen auf tierische Eiweiße angewiesen, denn Beeren, Nüsse, Wurzeln und Blätter wachsen nicht so gut bei Frost und Lagern war nur sehr bedingt möglich. Es gab einfach keine andere Möglichkeit, zu überleben.

Nur durch die extreme Anpassungsfähigkeit und die daraus folgende Evolution des Menschen ist es uns möglich gewesen, bis jetzt zu überleben. Ackerbau gab es damals noch nicht, Getreideprodukte in dem Umfang wie jetzt kam erst später dazu.

Nun ist es aber so, dass du aktuell auch im Winter Zugriff auf aberhunderte Pflanzen und deren Erzeugnisse hast und davon mehr als locker satt werden kannst. Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte liegen in rauen Mengen in den Supermärkten. Fleisch dagegen wird maximal noch an der Frischetheke gejagt. So richtig männlich. Natürlich ist das auch nicht gerade.

Anatomie und Physiologie

Gebiss und Verdauungssystem des Menschen unterstützten diese Argumente. Das Gebiss etwa hat keine Reißzähne, wie man es bei Fleischfressen vorfindet. Was viele damit verwechseln sind die Eckzähne, die man von Frugivoren (Früchteessern) kennt. Harte, grobe Pflanzenkost wie Wurzeln, Blätter, Früchte und Samen bzw. Nüsse stehen auf dem Programm. Die flachen Backenzähne zermahlen Nahrung, Fleischfresser haben auch da spitze Zähne.

Vergleicht mal selbt den frugivoren Affen (mit Kleintieren in der Nahrung je nach Unterart) und die carnivoren Raubtiere daneben:

Der Speichel in unserem Mund spaltet Stärke auf und nicht wie bei z.B. einem Tiger tierische Proteine. Dazu kommt der Kiefer, der wie bei einem Wolf nicht nur auf und zu kann, sondern wie bei einer Kuh auch seitlich.

Im Magen bildet der Mensch vergleichsweise wenig Salzsäure und Pepsine verglichen mit den meisten Carnivoren, da er kein rohes Fleisch, Knochen oder Muskeln verdauen muss. Und abschließend ist der Darm bei einer Katze kurz und glatt, bei einem Mensch lang und hat “Kammern”. Fleisch flutscht bei Carnivoren schnell durch, um Fäulnisprozesse zu vermeiden, die für Säugetiere tötlich sein könen.

Oben drauf kann der Mensch auch nicht wie ein Fleischfresser Vitamin C selbst bilden. Der Mensch ist wie der Affe eher aufrecht statt waagerecht, evtl. um Früchte leichter zu pflücken. Wobei das nur einer von vielen Aspekten sein kann.

Brockhaus geht sogar noch weiter und beschreibt, dass der Mensch keinen angeborenen Tötungstrieb oder Jagdinstinkt hat. Sogar eine Tötungshemmung und Abscheuinstinkt vor Fleisch wird dem Menschen nachgesagt.

Natürlich?

Wie natürlich ist Fleischkonsum?

Wichtiger finde ich die Frage: Was ist heute natürlich? Kannst du die für dich beantworten, wie du dich sonst so natürlich durch den Alltag schlägst? Auto, Häuser, Strom, Internet, Flugzeuge? Solange es eine günstige und (gleich)gesunde Alternative gibt, steht die Natürlichkeit überhaupt nicht zur Debatte. Und Jagen ist ethisch für mich einfach nicht vertretbar – und natürlich sind Gewehre auch nicht.

Offene Fragen

Und auch wenn all das irgendwie in die “pro-vegane Propagandamaschine” passt, würde ich an deiner Stelle das alles nicht als pro-Vegan auslegen, sondern Pro-Omnivor. Und Omnibvor erlaubt es uns, komplett pflanzlich zu essen, sofern alle Närhstoffe ankommen.

Es gibt noch viel zu klären. Die Ernährungsforschung steckt noch in den Kinderschuhen, vor allem gibt es “Vegan” noch nicht so lange, dass es Langzeitstudien gibt. Bei Kindern noch weniger – die VeChi-Studie ist immerhin ein Anfang.

Was wir wissen: Der Mensch ist ein Allesfresser. Er KANN alles fressen, er muss es aber nicht. Er kommt auch mit rein pflanzlicher Kost klar, wenn er alle Nährstoffe bekommt. Beim Vitamin B12 heißt das: Supplement. Wenn das ein Tiertod verhindert und mich nicht krank macht: Warum nicht?

Disclaimer: Nutripunk.de ist werbefrei, unabhängig und geht keine Kooperationen ein.

Nutripunk.de ist kein Arzt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Es gibt maximal Tipps aus eigener Erfahrung, die nicht allgemeingültig sind. Wenn du krank bist: Geh zum Arzt und such nicht im Netz nach Lösungen!


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Kim-Sophie Ohlsen

Blödsinn, was hier geschrieben wird, könnte den ganzen Text argumentativ locker zerfetzen. Hier werden Halbwahrheiten zu Wahrheiten umfunktioniert und sich das so hin gebogen, dass es ideologisch passt.
Aber ich habe keine Lust und Zeit, mir das anzutun, aber allein mal auf den letzten Satz einzugehen, das sollte normal schon reichen:

” Rein pflanzliche Kost ist für den Menschen eine Möglichkeit, sich gesund und ohne Mängel zu ernähren – eine Vitamin B12 Quelle vorausgesetzt. DAS HAT DIE NATUR GENIAL EINGERICHTET!”

Meine Gute (vermute mal eine Frau dahinter), die Natur hätte es genial eingerichtet, wenn einem der Instinkt sagt was man essen soll, wie zB, bei einer Kuh, der man auch keine Vorträge halten muss und durch das, was man isst, voll versorgt ist. So wie eben bei einer Kuh, welche sich keine Gedanken machen muss ausreichend mit B 12 versorgt zu sein. DAS IST DIE GENIALITÄT DER NATUR! Und stimmt, sie IST da genial! Und so hat die Natur es auch eingerichtet, dass der Mensch auf tierische Nahrung angewiesen ist und seien es irgendwelche Maden, welche in einigen Urvölkern auch verspeist werden um den Bedarf abzudecken. Würden sie es nicht machen, würden sie krank werden. Wir könnten uns nur ausreichend (was geht aber sehr kompliziert ist) mit B 12 durch Pflanzen ernähren, aber nur auf wissenschaftlicher Basis, um die Menschheit so ausreichend zu versorgen. Und wenn da jemand nicht ganz diszipliniert das isst, was er dann essen muss, in ausreichender Menge, dann kommt es zu Mangel. Das hat NICHTS mit der Genialität der Natur zu tun, sondern mit der Dummheit und der Arroganz der Menschen zutun, der Natur moralische Vorschriften machen zu wollen. Die Natur hat keine Moral, sie ist erbarmungslos und grausam, so wie sie auch wunderschön sein kann. Sie hat ihre eigenen Regeln und scheißt auf Moral! Das ist nur eine Erfindung des Menschen, mit seiner Arroganz alles nach seinen Vorstellungen bewerten und verändern zu müssen, so wie einige Veganer tatsächlich reine Fleischfresser wie Hunde halten, welche sie vegan ernähren. Auch da gibt es Ausreden genug.

PS: Wäre der Mensch eigentlich ein Pflanzenfresser, welcher von der Natur eine Abscheu gegen Fleisch hätte, warum muss man dem Menschen dann mit ständigen Erklärungen und Vorhaltungen dazu bringen, vom Fleisch abzulassen? Muss man eine Kuh auch dazu bewegen, das zutun, oder irgendeinen anderen Pflanzenfresser? Warum haben fast alle Menschen einen richtigen Heißhunger auf Fleisch und läuft bei Gedanken an ein deftiges Fleischgericht der Saft im Mund zusammen? Warum werden Vegane Produkte produziert, welche wie Fleisch aussehen und auch der Geschmack versucht wird dem Fleisch anzunähern? Warum können die Meisten Menschen eher auf pflanzliche Kost verzichten, als auf Fleisch? Warum gibt es mehr Kinder, welche Gemüse, oder viele Gemüsesorten nicht mögen, aber bei Fleisch weniger wählerisch sind? Keine Wissenschaft, sondern 55 Jahre Lebenserfahrung, Beobachtungen als Mutter, welche mit offenen Augen durch die Welt geht.

JA, mehr Gemüse und Obst und weniger Fleisch sind gesund. Kompletter Verzicht auf eines von Beiden IST FÜR DEN MENSCHEN UNGESUND! DAS hat die GENIALE NATUR so eingerichtet!

Kim-Sophie Ohlsen
Reply to  Nutripunk

Aaahja, ich verstehe, die Natur hat sich also gedacht, dass der Mensch ja irgendwann Tabletten herstellen kann um den B 12 Bedarf zu sichern. Ja, das hört sich sehr natürlich an. 😀
Ein Hund ist ein Fleischfresser, übrigens! Punkt! KEIN Allesfresser! Er ernährt sich in der Natur ausschließlich von tierischer Nahrung, einige wichtige Vitamine nimmt er darüber zu sich, dass er die Gedärme verspeist, deswegen stehen Hunde auch so auf Gedärme. Fahren total drauf ab! 😉 Da der Hund seit Jahrtausenden nicht mehr selber auf Beutejagd geht und sich über die vorverdauten Pflanzenreste hermachen kann, welche in den Gedärmen lauern, hat sich die Verdauung des Hundes angepasst, so dass er auch Gemüseteile verdauen kann und sich so einige, notwendige Nährstoffe sichert. Das macht ihn aber nicht gleich zum Allesfresser, denn der Hund ernährt sich auch heute noch überwiegend von Fleisch. Kein Hund würde freiwillig auf Fleisch verzichten und zur Gemüseschüssel gehen, das drängen ihm nur einige, anmaßende “Menschen” auf.
Sie können sich natürlich frei entscheiden, ob Sie nun Fleisch essen oder völlig drauf verzichten, genau wie Sie darüber entscheiden können, ob Sie von einer Brücke springen oder nicht. Sie sind ein freier Mensch! Aber anderen Menschen ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, sie als böse hinzustellen, wenn sie nach der Natur leben, ihre Bedürfnisse, welche von der Natur gegeben sind, nachkommen, das geht eben zu weit und vor allem, wenn mit Halbwahrheiten argumentiert wird. Ich weiß, dass Diskussionen mit Veganer nichts bringen, trotzdem lasse ich mich immer wieder verleiten. Man wird NIE die Menschheit dazu bewegen können, sich ausschießlich von planzlicher Nahrung zu ernähren! Niemals! Das sind nur wenige, welche sich dazu entschließen und die Meisten müssen ganz diszipliniert mich sich kämpfen. Ich selber hatte vor einigen Jahren beschlossen, vegetarisch zu leben. Auch gleichen Gründen wie Sie vegan. Ich hatte es einige Wochen durchgehalten, jeder Tag war ein Kampf, meine Launen nicht zu ertragen. Meine Depressionen, unter denen ich litt, verschlimmerten sich erheblich und meine Lebenslust war fast nicht mehr gegeben. 3 oder 4 Wochen waren es damals und als ich das dann hingeschmissen hatte, weil ich einfach nicht mehr konnte, war es, als würde eine Verdurstende eine Oase mit Wasser vor sich sehen. So kann man es wohl beschreiben. DAS ist Natur, weil sie der Körper das haben will! Und das war Vegetarisch, nicht einmal vegan. Es gibt auch viele Fälle, wo Veganer sich wieder normal ernähren, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben, oder weil es ihre Gesundheit verlangte. JA, Vegan kann auch krank machen! Und eine bekannte Aktivistin, dessen Namen mir grad nicht einfällt, musste, aus Gesundheitsgründen, wieder zurück zur Natur und wurde danach von der veganen Gemeinschaft behandelt, als wäre sie eine Hochverräterin und Mörderin. Sogar Drohungen hatte sie bekommen. Ja, diese friedsamen Pflanzenesser können auch ihre Reißzähne zeigen 😀
Fanatismus ist immer schlecht und ein Übermaß auch. Zu viel Fleisch ist ungesund, das weiß jeder. Kein Fleisch aber auch. Das Maß der Dinge ist wichtig und vor allem vernünftige Tierschutzgesetze, DAFÜR (Realismus) solltet ihr kämpfen! Noch ein Argument,, was ich immer wieder vorbringe, aber irgendwie immer übergangen wird: Wenn es keine Fleischesser mehr gibt unter den Menschen, dann werden ganze Tierarten aussterben. Man nimmt damit auch vielen Tieren ihre Existenzgrundlagen. Wichtig ist, dass man für Gesetze sorgt, welche für tatsächlich artgerechte Haltung sorgen (dann wird das Fleisch auch automatisch teurer, so dass man es viel bewusster isst, so wie früher), Kälber von den Kühen gestillt werden usw, ein ausreichendes, erfülltes Leben sichern (Mindestalter beim Schlachten) und absolut schmerz- und stressfreie Tötung (es geht auch so, dass sie nicht mitbekommen, was passieren wird, es gibt sogar ein Beispiel für einen Landwirt, der da eine Sondergenehmigung hat, die Tiere bekommen absolut nichts mit! Es geht also! DAFÜR und nicht für Fantasterei, was am Ende kaum einem Tier nützt, solltet ihr kämpfen! DAS ist Tierschutz! Alle Menschen zu Veganer zu machen, kann und wird nicht klappen, nur eine ganz kleine Minderheit und da haben die Tiere so gut wie nichts von. Das ist eben die Realität, ob man es gut findet oder nicht, so ist es eben!

Markus

B12 sind Mikroorganismen, Bakterien, die wir früher durch pflanzliche Ernährung zu uns genommen haben, was jedoch jetzt nicht mehr möglich ist, da durch Spritzmittel diese Bakterien absterben. Der einzige Grund warum Fleisch als B12 Lieferant gilt ist, da Tiere auch schon B12 als Supplement bekommen da diese es auch nicht mehr mit der Nahrung zu sich nehmen können.
Sie nennen die Arroganz des Menschen sehr oft, aber ist es nicht eher arrogant zu glauben, dass wir etwas besseres sind und wir uns damit das Recht geben, andere Tiere zu unterdrücken, zu quälen und zu schlachten?
Hunde sind interessanterweise keine reinen Fleischfresser. Da ist sich die Forschung einig. Das hängt aber auch deutlich mit der Rasse des Hundes zusammen. Die einen können besser von Pflanzen leben, die anderen schlechter. Hier muss natürlich auch gesagt werden, dass, wenn man nicht auf die Zeichen des Hundes hört bzw. diese ignoriert, das genauso ethisch falsch ist. Aber Fakt ist: sehr viele Hundearten können ohne geringste Probleme mit einer pflanzlichen Nahrung auskommen.
Man muss dem Mensch das immer vorhalten, weil er das größte Gewohnheitstier ist das es wahrscheinlich gibt. Wenn uns etwas schmeckt, dann essen wir es und wir essen es wieder. Das hat nichts mit der Natur des Menschen zu tun, sondern eher mit der Faulheit, etwas Neues auszuprobieren, ganz nach dem Motto: „never change a running system!“, doch wie dieses System „rennt“ und ob das gut ist, ist nunmal sehr zu hinterfragen. Bevor Sie nun, falls Sie das machen, mir antworten und Sie meine Punkte widerlegen wollen, betreiben Sie bitte davor Recherche, zum Beispiel bei der größten Gesundheitsorganisation der Welt, der WHO.

Flip

Der Text ist durchaus gut geschrieben, aber auch hier werden meines Empfindens nach zu häufig nicht nachgewiesenen Thesen als Grundlage für die spätere Argumentation genutzt. “[..] Ich würde so weit mitgehen, dass der Mensch sich sicherlich langsamer bis „hierher“ entwickelt hätte, aber es ist auch im Gespräch, dass etwa bestimmte klimatische Bedingungen vielleicht sogar mehr Einfluss auf das Gehirnwachstum hatten [..]”. Das Protein für das Gehirnwachstum gebraucht werden ist Fakt, das die Evolution aber auch ohne tierische Nahrung den gleichen Weg eingeschlagen hätte eine These (Wenn ich falsch liegen sollte, kannst du gerne die Quellen nennen 🙂 )
Worauf ich mit meinem Punkt eigentlich hinauswill ist, dass solch durchaus polarisierenden Texte sachlich geschrieben und gut begründet sein sollten, dies impliziert auch Quellen.
Dies soll jetzt weder pro Vegan oder pro Fleisch sein, sondern nur ein Hinweis, da die Diskusionen doch häufig mit Argumenten vom hören sagen geführt werden.

123
Reply to  Nutripunk

Wie hätte das in der Evolution passieren sollen? Tierische Nahrung hat eine höhere Energiedichte sowie höhere Nährstoffdichte (Knochenmark, Leber, Innereien). Es ist deutlich schwieriger seinen Energiebedarf und Mikronährstoffbedarf oder sogar einen Überschuss an Kalorien und Nährstoffen nur aus Pflanzen zu decken wenn man auf Sammeln von örtlichen Pilzen, Nüssen und Früchten angewiesen ist. Zumal die Verfügbarkeit vom Klima und Jahreszeit stark abhängig ist.
Der Vergleich Affe/Mensch über das Jagdverhalten und aufrechter Gang ist fragwürdig. Menschen haben den Werkzeuggebrauch perfektioniert und sind somit innerhalb der Tiere der absolute Top Predator der sogar überwiegend adulte Tiere jagen kann. Die Eckzähne sind deutlich reduziert eben auch aufgrund dessen. Unser Gebiss ist darauf ausgelegt Fleisch und Pflanzen gleichwertig je nach Verfügbarkeit zu konsumieren. In der Evolution lässt sich anhand von Anatomie feststellen, dass unsere Vorfahren sich erst von Aas und später von Jagd ernährt hat. Nur so war überhaupt die Besiedlung der Welt und kälterer Regionen möglich. Später wurde durch Sesshaftigkeit und Ackerbau sowie Viehzucht diese Abhängigkeit reduziert.
Die Darmlänge liegt zwischen klassischen Herbivoren und reinen Carnivoren. Das Verhältnis der Nahrung liegt bei heute noch traditionell lebenden Naturvölkern zwischen 80 % vegetarisch bis zu nahezu 100 % tierisch (Inuit, Massai). Die Behauptung das die Inuit aufgrund traditioneller Ernährung schlechter aufgestellt werden ist nicht korrekt. Das Risiko für Zivilisationskrankheiten hat bei den Inuit erst mit dem Aufkommen von westlicher Ernährung zugenommen. Die meisten Studien die eine geringe Lebenserwartung für Inuit aufzeigen beziehen sich auf Epidimiologische Studien zu Wilson (Kanadische Volkszählung und Statistik). Dabei spielen sozioökonomische Probleme eine Hauptrolle: fehlende Bildung, Ausgrenzung, Tabak, Alkohol, kein Zugang zu ärztlicher Versorgung, Arbeitslosigkeit. Genetische Analyse zeigen ebenfalls, dass die Inuit speziell an diese Form der Ernährung angepasst sind und somit besser vor Herz Kreislauferkrankungen geschützt sind. Das heißt allerdings auch, dass diese Ernährung nicht für den Großteil der Menschen sinnvoll ist, da diese genetischen Anpassungen nicht vorhanden sind. Vitamin C lässt sich aus der tierische Ernährung aus Leber und Innerein beziehen. Pflanzliche Aufnahme ist nicht nötig. Umgekehrt ist die Vitamin B12 Problematik bei einer veganer Ernährung ohne Supplemenation alternativlos.
Naturvölker die sich rein vegan ernähren sind aufgrund dessen nicht bekannt (im Gegensatz zu vegetarischen oder hauptsächlich auf tierische Lebensmitteln angewiesen Völker).
Bei rein veganer Ernährung ist übrigens nicht nur B12 problematisch, auch die Bioverfügbarkeit von Eisen, Zink und Kupfer ist die Pflanzen deutlich schlechter.
Zumal werden ebenso bioaktive Substanzen aus tierischen Produkten jedesmal komplett ignoriert: Taurin, Spermidin, Q10, Alpha Liponsäure, Kreatin, Carnitin, Carnosin.

123
Reply to  Nutripunk

Welches genau ausschließlich in Pflanzen? Spermidin ist von denen meines Erachtens das einzige was in ädequater Menge aus Pflanzen gewonnen werden kann. Die Stoffe spielen eine Rolle in der Mitochondrienfunktion oder wirken z.b. als Antioxidantien. Essentiell sind sie nicht – das ist richtig. Das gilt allerdings auch für die meisten sekundären Pflanzenstoffe die gesundheitsfördernd sind.
Vollwert-Bewegung sagt mir nichts. Paleo halte ich für unsinnig.

Morph
Reply to  Nutripunk

Zum Thema essentiell,Kh sind nicht essentiell und der Mensch ganz drauf verzichten in Gegensatz zu Fett und EW

Find ist auch immer ein Recht interessanter Punkt in der Argumentation.

Franziska

Ich möchte etwas zum “ständigen Hunger” und zur veganen Ernährung sagen: Der ständige Hunger kommt vermutlich von zuwenig kalorienreicher Nahrung, von zu wenig Kohlenhydraten. Und von einem leeren Glukosehaushalt. Den Körper verlangt es nach Glukose aus Früchten und Kalorien aus kohlenhydratreichen Gemüsen, wie Kartoffeln, Süsskartoffeln und Winterkürbis. Kalorien aus Fett sind nicht gemeint! Wenn nämlich durch fettreiche Nahrung, Fett im Blut und in der Leber ist, dann ist die Leber nicht in der Lage, die Glukose, die wir essen, aufzunehmen. Wenn Sie denken, dass Sie nicht fett essen, ist dennoch wichtig zu wissen, das proteinreiches Essen in Wirklichkeit immer fettreiches Essen ist. Fast jedes proteinreiche Nahrungsmittel ist inhärent fetthaltig. Einschließlich Eier, Nüsse, Samen , Milch , Käse, Fisch, Rindfleisch, Speck, Tofu und mehr. Die Leber hungert also nach Glukose. Es ist diese Verzweifelte Notwendigkeit nach Glukose, die den intensiven Hunger antreibt den Menschen erleben können.

René Strasser

Leider scheint auch hier die Frage ‘was ist der Mensch von Natur aus’ wieder nicht geklärt zu werden. Und nach dem Versuch einen Objektiv ‘wirkenden’ Artikel zu verfassen lässt sich bei den Kommentaren eindeutig erkennen das der Verfasser nicht wirklich Objektiv ist.

Das finde ich sehr schade, dennoch hätte ich ein paar Fragen die sich mir stellen.

Vorweg soll gesagt sein das ich seit geraumer Zeit versuche mich auf vegane Ernährung umstellen und immer wieder auf Probleme stoße, wie z.B unstillbarer Hunger und Mangelerscheinugen und das obwohl ich suplementiere(zB, Vitamin: B12, D3, K, Magnesium, Kalzium usw) und auf Themen wie die ‘9 essentiellen Aminosäuren’ achte. In der Regel ist bei mir nach 2 bis 3 Monaten Schluss mit Vegan da ich dann kraftlos, müde und ausgelaugt bin. Und trozdem starte ich immer wieder(aus ethischen Gründen) von vorne.
Deswegen meine Fragen…

Muss tierisches Eiweiß immer von Rind, Huhn und Fish stammen? In einem Kommentar wurde darauf hingewiesen das Primaten auch zB Insekten fressen. Könnte das eine ‘ursprüngliche Quelle’ für tierisches Eiweiß sein? Wie sieht es da mit den Nährstoffen aus, wie zb B12?

Wie sieht es mit der Genetik des Menschen aus? Schließlich stammt der heutige Mensch meines Wissens von zumindest 3 unterschiedlichen Vorfahren ab, und dann wäre noch die Frage der Genetischen Mutationen über k.A wie viel Generationen. Ich habe mal einen Bericht über einen Mann gesehen der nichts anderes als ‘rohes Fleisch’ vertägt, alles andere macht ihn krank! Kann es sein das rein vegan für manche sogar schädlich ist?

Was ist mit Getreideprodukte? Getreide zählt wohl zu den jüngeren Ernährungsformen des Menschen, da Ackerbau nötig ist um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Ist Getreide wirklich so gesund für die menschliche Verdauung?

Nährstofflieferant Algen( Spirulina, Chlorela)? Viele Schwärmen hier vom ‘superfood’ schlechthin. Ist hier die Verträglichkeit beim Menschen nachgewiesen oder stüzt sich die schwärmerei ausschließlich auf Nährwerttabellen?

…nur ein paar der Fragen von jemanden der nach Antworten sucht.

Lg René

Nutripunk
Reply to  René Strasser

Was ist denn nicht objektiv? 🙂

Der unstillbare Hunger kann viele Ursachen haben. Das sollte sich, wenn das Blutbild unauffällig ist und der Arzt nichts findet, mal ein Ernährungsberater ansehen, idealerweise ein veganer Ernährungsberater.
Tierisches Eiweiß stammt immer von Tieren, daher der Name. Eiweiß selbst ist es egal, worin es vorkommt, denn es ist eingentlich nur eine Aminosäurenkette. Ob Insekten genug B12 haben – keine Ahnung. Pub Med wäre meine erste Anlaufstelle.

Bei dem dem Typen meinst du sicherlich das Interview bei Vice. Vielleicht ist das nur Hoax, vielleicht ist es echt. Wenn es echt ist, ist das eine ziemlich ketogene Ernährung und durchaus möglich, wie lang die gesund ist, ist die andere Frage. Und vor allem: Es ist ziemlich gefährlich, da der menschliche Verdauungstrakt eigentelich nicht für Nur-Fleisch ausgelegt ist, und das in den Gärkammern gefährliche Faulgase entwickeln kann (!). Der Mensch ist – ich habe noch nie etwas anderes gelesen – ein Allesfresser. Schon immer gewesen. Es gibt Menschen, die essen viel Fleisch, etwa die Inuit, aber die leben im Schnitt AFAIK auch nicht all zu lange gesund. Über die Innereien kann man allerdings sehr viele Nährstoffe abdecken, weil die Tiere ja die Pflanzen fressen und die Nährstoffe sich da ablagern bzw. eingespeichert werden.

Rein vegan ist sicher nicht schädlich, wenn man es richtig anstellt. Man muss eben auf ein paar Sachen achten und auch schauen, dass der Körper es gut aufnehmen kann. Mach doch mal einen Bluttest, dann bist du sicher schlauer.

René Strasser
Reply to  Nutripunk

Zum Thema Objektivität; lies mal deine Reaktionen auf kritische Kommentare. Für mich ließt sich das nach einem Veganer der ein Problem mit Fleischessern hat, und dann ist es nun mal vorbei mit der Objektivität . Aber ich kann mich auch täuschen und es macht nur den Anschein.

Erweitertes Blutbild wurde gemacht und laut meiner Ärztin zählen meine Werte zu den besten in ihrer Ordination, es wurde also kein Mangel festgestellt . Aber für den Tipp einen Veganen Ernährungsberater aufzusuchen Danke ich dir.

‘Tierisches Eiweiß ist vom Tier’ !?! Ich hoffe das war jetzt nicht ernst denn das war nicht die Frage (Themenverfehlung!!!)
Aber ich formuliere es gern anders:
Kann es sein das der Mensch in seinen frühen Stadium Tierisches Eiweiß durch Insekten und Co. zu sich genommen hat und es dadurch, wenn auch in geringen Mengen, wichtiger Bestandteil seiner Ernährung ist?

Sorry aber Berichte von Vice kann kein Mensch ernst nehmen(oder doch?). Leider liegt dieser Bericht schon Jahre zurück und ich weiß nicht mehr wo ich den gesehen haben, allerdings weiß ich noch das der Herr zu den Zeitpunkt schon Jahre lang rohes Fleisch gegessen hat weil alles andere (auch gekochtes Fleisch!!!) ihm schmerzhafte Schwierigkeiten mit seinen Verdauungstrakt bereitete. Mehr Infos dazu hab ich leider nicht.

Deine erneute Ausage ‘Der Mensch ist Allesfresser’ deute ich in diesem Zusammenhang mal so das er ‘auch’ dazu ausgelegt ist Fleisch zu verdauen (ich rede hier speziell von Fleisch und nicht von tierischem Eiweiß im gesamten). Und wenn das der Fall ist wäre es theoretisch auch möglich das es durch genetische Mutationen Menschen gibt die Fleisch für eine gesunde Ernährung brauchen, was wiederum deine Aussagen das ‘jeder’ Mensch vegan leben kann und es ‘sicher nicht schädlich ist’ entgegen wirkt und es zu einer bloßen Annahme und nicht zu einem Fakt macht.

Bitte keine Annahmen als Fakten verkaufen weil man es gerne so hätte. ‘Ich denke’ und ‘meiner Meinung nach’ wäre hier des öfteren angebracht damit sich die Menschen die deinen Artikel lesen auch ein Wahrheitsgetreues Bild machen können. Das ist schließlich die Verantwortung die man übernimmt wenn man einen Artikel verfasst und ihn öffentlich macht. Alles andere wäre doch fahrlässig wenn nicht sogar schädlich.

Auf meine Fragen zu den Themen Getreide und Algen gehst du hier gar nicht erst ein. Ich vermute aus Unwissenheit, was, wenn das der Fall ist, auch in Ordnung ist.

Lg

Nutripunk
Reply to  René Strasser

Hm, es kommt drauf an, wie die Kommentare geschrieben sind. Sind sie flapsig vorwerfend, dann antworte ich auch so zurück. Wenn sie sogar beleidigen, wäge ich ab, aber idR. lösche ich sie. Wer nicht wenigstens einen Grad an Nettique vorweisen kann, darf hier nicht mitspielen.

Tierisches Eiweiß: Mir war es ernst, weil ich deine Frage zuvor so verstanden habe. Zu Insekten vs. B12 habe ich keine Ahnung, von daher kann ich nix dazu sagen. Da B12 von Bakterien zusammen mit Cobalt hergestellt wird und erstmal nix mit dem Tier zu tun hat, ist das durchaus möglich.

Vice: Das war das einzige, was ich gefunden hatte. Klar ist Vice alles andere als seriös, aber ich kenne dich nicht und weiß nicht, wie du es meinst. Deswegen gehe ich einfach vom Ernst aus und versuche aus meiner Warte zu argumentieren.

Allesfresser: Der Mensch ist und bleibt schon immer Allesfresser. Und schon immer mit starkem Hang zu pflanzlicher Kost. Dass sich der Verdauungstrakt anpassen kann, sieht man an der “Laktoseintoleranz”. In Asien oder Afrika ist das ein großes Thema, in Europa oder Nord-Amerika nicht wirklich. Er kann auch Fleisch verdauen, allerdings eher in gekochter Form. In roher Form hat sich nie etabliert. Selbst die oft zitierten Eingeborenen (weil so natürlich) braten, garen oder kochen die Insekten oder Tiere. Mir sind keine Fälle bekannt, wo ein Volk sich von Rohfleisch ernährt, sei es auch nur ein nennenswerter Teil. Rein pflanzlich ist für die breite Masse möglich (B12 Supplement als sichere Quelle vorausgesetzt), rein fleischlich eher nicht.

Algen: Hatte ich vergessen. Ich halte nicht viel von Spirulina oder Chlorella. Vor allem sollte man davon keine Wunder erwarten. Zumindest nicht die, die die gesundheits-esoterische Szene ihnen andichtet.

Fakten vs. Meinung: Das ist mir bewusst. Wo es meine Meinung ist, schreibe ich das dazu. Was denkst du denn, ist falsch im Text? Wo ist ein vermeintlicher Fakt gar keiner? Ich bin ja hier nicht beratend tätig oder als Arzt. Steht auch so im Kleingedruckten. Ich hoffe einfach, dass die Menschen einem Blog nicht mehr glauben als seriösen, wissenschaftlichen Auseinandersetzungen wie zB. Studien bei Pub Med.

Großes Blutbild: Das ist doch schonmal eine sehr gute Voraussetzung. Hat sie nur Serum B12 oder auch HoloTC (B12) nach 1-2 Wochen Supplementabstinenz gemessen? Das wäre auf Anhieb noch eine Idee. Ansonsten könnte die Menge des Eiweiß nicht ausreichend sein. Du könntest mal über Cronometer deine Ernährungsgewohnheiten checken und mal schauen, woran es mangelt. Die Soll-Werte sind zwar amerikanisch, aber nicht unbedingt schlecht. Mangel an Vitamin A, Vitamin D und Selen sind auch solche Kandidaten für Müdigkeit. Es könnte aber auch “nur” eine Despression sein oder ein Mangel an Bewegung sein. Das lässt sich aus der Ferne über die Kommentarfunktion eines Blogs nicht sagen, sondern ist stochern im Dunkeln. Da kann nur der Arzt helfen. Da geht auch noch mehr als ein großes Blutbild zu messen, zahlt dann halt keine Krankenkasse. ODer eben der Ernährungsberater.
Dem hilft dein Ernährungstagebuch auch sehr viel weiter. (Sonst musst du das anfangs noch ein bis zwei Wochen machen)

René Strasser
Reply to  Nutripunk

Egal wie ein Kommentar verfasst ist, deine Antwort spricht doch für dich und deinen Artikel, bzw deine Glaubwürdigkeit. Egal wie du Antwortest es sagt absolut nichts über den anderen aus. Aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen wie er reagiert.

Dir wird hoffentlich bewusst sein das gerade Menschen die gefühlt zwischen zwei Stühlen sitzen im Netz nach derartigen Artikel suchen. Nehmen wir nur mal einen Teil deines Schlusstextes: ‘Rein pflanzliche Kost ist für den Menschen eine Möglichkeit, sich gesund und ohne Mängel zu ernähren’. Hättest du hier statt ‘den Menschen’ ‘die breite Masse’ benutzt wie du es in deiner vorigen Antwort getan hast würdest du von haus aus einräumen das es Ausnahmen geben kann und wir hätten uns das hier erspart. Ungeachtet dessen das du weder Arzt noch Berater bist glauben sonst vielleicht Menschen das es Fakt ist. Ich zitiere mal ein Kommentar: ‘Klasse Beitrag. Darf ich dich in einem Forum gegen das ewige Gebashe zitieren?’. Wenn du verstehst was ich mit Verantwortung meine.

Ansonsten möchte ich mich herzlich bei dir bedanken den gerade bei deiner letzten Antwort hast du mir ein paar Denkanstöße und Lösungsansätze geben, und ich muss sagen das ich aus dieser Konversation mehr mitgenommen habe als aus deinem Artikel. Danke das du dir die Zeit genommen hast so umfangreich zu Antworten.

Eines noch: das ‘Kleingedruckte’ find ich noch weitaus unethischer als… *hust* …fleischessen 😅

Lg

Nutripunk
Reply to  René Strasser

Naja, der Artikel ist allgemein, deine Bedürfnisse nicht. Von daher kann man von einem “Was ist der Stand der Wissenschaft” nicht auf seine Problematik schließen.
Allerdings frage ich mich, woher du weißt, dass ich nicht eventuell Arzt oder Berater bin, aber mangels Rechtslage nicht online pauschal beraten oder verarzten kann?

Ich bin es bei patzigen Kommentaren Leid, Friede Freude Eierkuchen zu versprühen. Wir sind doch alle nur Menschen und das ist eben ein Blog. Wer keinen Gegenwind will, der soll sich eben nicht in der Form melden oder sogar pauschal beleidigend werden. Du hast das geschafft, deswegen schreibe ich gerne mit dir auch ausführlicher. Ich sehe in dem Artikel keine falschen Fakten, von daher habe ich kein Problem damit, wenn jemand den zitiert. Besser als Artikel von manch anderen Seiten, die einfach nur ihre Fernkurse oder Nahrungsergänzungsmittel verkaufen wollen oder “was mit Gesundheit” im Titel tragen und je nach Intension mal Hü und mal Hott schreiben.

Was am Kleingedruckten stört dich? Oder einfach nur der Verweis dahin?

Ich könnte natürlich in den Footer einen Hinweis packen, dass ich hier nicht berate oder meine Schreibe einen Arzt ersetzt. Den Denkanstoß nehm ich heut mal mit unter die Dusche. Da denkt es sich am besten. 🙂

John
Reply to  René Strasser

Ich Esse alle paar Tage mal ein halbes Paket Linsen mit ner Packung Suppengrün aus dem Obstregal da sind Möhren Selleriewurzel und Petersilie drin dazu am besten in einem Extra Topf (wegen solanin) Kartoffeln kochen und wenn fertig mit reintun damit bist du den ganzen Tag satt wenn du nicht gerade 200kg wiegst und fresssüchtig bist. Ansonsten ab und zu mal ne Dose Bohnen Essen oder Tofu. Supplimente nicht vergessen ich nehme alle paar tage mal ein Tropfen Lugolsche Jodlösung Vit b12, Omega3 aus Algen etwas L-Carnison damit das Omega nicht Oxidiert Vitamin d3 nicht jeden Tag einnehmen aber ab und an.

Jana
Reply to  René Strasser

Hallo René, falls deine Fragen noch aktuell sind, können wir uns gern detaillierter austauschen. Das mache ich allein schon aus idealistiachen Gründen, das Fachwissen und jahrelange Erfahrung ist allerdings auch da. Ich bin vegan sowie ausgebildeter Ernährungs- und Geaundheitscoach und Personal Trainer. Ich weiß nur nicht, wie man sich hier persönlich austauschen kann, den gesamten privaten und individuellen Chat muss man ja nicht vielleicht hier einstellen. . Grüße, Jana

Stefan Petters
Reply to  René Strasser

Ich habe festgestellt, dass sich mein Hungergefühl bessert wenn ich etwas Fettreicheres hinzugebe. Also z.B. Nüsse, Samen, vielleicht etwas vegane Mayo. Und vorher etwas trinken. Am Ende z.B. eine Banane das schließt ganz gut den Magen.

Vielleicht ist vielen Personen das chronische Überessen auch so zur Gewohnheit geworden (nicht persönlich gemeint), und man einfach dieses “leichte” Gefühl gar nicht kennt und für nicht Normal hält.

Allerdings kann es auch mit Pflanzen durch das größere Volumen schwierig sein seinen Kalorienbedarf zu decken, daher kann die Kombination mit Getreiden oder wie oben erwähnt mit Fetten/Früchten, welche eine höhere Kaloriendichte haben sicherlich hilfreich sein.

Andrea Lorenz

-entfernte Beleidigungen-

Nutripunk
Reply to  Andrea Lorenz

Schade, sie sollten wirklich nochmal zurück in die Schule, was Kommunikation angeht. Wenn sie was zu sagen haben, dann bitte ohne mitschwingenden Hass.

Ich bin gern offen, Neues zu lernen. Aber nicht, wenn man alles aus der Nase ziehen muss. Und dann noch dafür und von vornherein angepflaumt wird.

Sie wissen ja, Kreatinmangel, ich halts im Kopf nich aus.

Inkognito

hm, hier wie überall, das ist das Traurige am Menschen, jeder gegen jeden, das ist dann der wahre Mensch, egal ob “Fleischfresser”, Vegetarier oder Veganer. Ich esse auch gerne Fleisch, es schmeckt mir leider sehr gut, allerdings bin ich mir auch bewusst, dass ich, wenn ich die Tiere selber jagen und zubereiten müsste, lieber zumindest vegetarisch leben würde. Wenn ich mir dann das Leid der Milchkühe und Hühner usw. anschaue, bin ich langsam so weit, vegan zu leben.

Aber was mir immer wieder auffällt: Menschen gegen Menschen gegen alle anderen, das ist das wirklich Traurige daran.

Da wird mir wieder bewusst, dass es vielleicht gut wäre, selbst ein sogenanntes “Un”kraut zu essen und dem Universum dafür zu danken, dass es mir gerade dann “geliefert” wird, wenn ich es brauche.

Die Menschen sind keine Krone der Schöpfung, sondern ein Krebsgeschwür der Erde. Auf jeden Fall aber die sogenannten zivilisierten Menschen. Schaut euch doch mal die Erde mit Google Earth an, die Möglichkeit gibt es ja leider. Am schlimmsten finde ich wirklich die viel zu vielen Regionen, in denen viele Menschen leben. Einfach nur ein Krebsgeschwür.

Nutripunk
Reply to  Inkognito

Sicher ist der Mensch nicht cool zur Erde. Deswegen muss von jedem angepackt werden, wo er nur kann, statt sich auf den Fehlern oder positiven Aktionen der anderen auszuruhen.

Fredereck Diesler

Klasse Beitrag. Darf ich dich in einem Forum gegen das ewige Gebashe zitieren?

Nutripunk

Klar, sehr gern! 🙂
Schick gern einen Link rum, wenn es passiert ist.

[…] wisst, dann verbreitet es nicht. Zum Beispiel, dass der Mensch ein geborener Pflanzenfresser ist. Das ist er nicht! Hirn an, dann (mit)teilen. Dazu empfehle ich zur Methodik zwei unabhängige Videos: Korrelation […]

Vegan

Zu B12. B12 haben wir früher aus Pfützen und ungewaschenen Obst und Gemüse erhalten. Heute wird es den Tieren gefüttert. Tolle Mangelerscheinung bei Veganern.

Nutripunk
Reply to  Vegan

Ja und nein. Ungewaschenes Obst und Gemüse ist leider nicht wissenschaftlich belegbar und ein weit verbreiteter Irrglaube der Rohkost-Community. Es gibt Hinweise in AFAIK einer (!) Studie, die B12 Spuren an einer Planze gefunden hat, diese war allerdings mit Tierkot kontaminiert. In Kot befindet sich generell mehr B12, aber die Einnahme hat andere Nachteile.
Vor allem im Kot von Wiederkäuern (Kuh, Schaf) findet sich B12. Das war früher (also Mittelalter und Co.) im Trinkwasser, das hatte aber einen sehr schlechten Ruf und war Auslöser von vielen Krankheiten. Deswegen hatte Bier (gekochtes Wasser) einen regelrechten Siegeszug, weil es nicht krank machte. Dass es am abgekochten Wasser lag, wussten nur die wenigsten. Pfützen haben die Menschen damals nicht wirklich getrunken.
Bioaktives B12 in ausreichenden Mengen gibt es aus dem Fleisch von Wiederkäuern (falls in Massentierhaltung, dann mit exzessiver Zufütterung von Kobalt) und in gezüchteten Kulturen, die im Futter aller Nicht-Wiederkäuer und in den Supplementen landen.
Wie in Urzeiten B12 zu sich genommen wurde, ist nicht gesichert. Am Tierkonsum kann es nicht gelegen haben.

Johannes
Reply to  Nutripunk

Ich frage mich dann immer wie das vor Hunderttausend Jahre in Afrika war. Vitamin D: Haken dran. Aber auch damals war der Mensch auf Vitamin B12 angewiesen und es ist davon auszugehen, dass Afrika nicht ganz so vollgeschissen war. Auch damals wird der Mensch 2 bis 3 Liter Wasser aus Pfützen, Seen, Flüssen bzw. aus Pflanzen (dann Obst) getrunken haben. Vielleicht kommt das B12 da her. Vielleicht hat der Mensch aber ähnlich wie das Kaninchen oder war es der Hase seinen eigenen Kot gegessen.

Nutripunk
Reply to  Johannes

Schwer zu sagen. Damals sah die Welt ja noch etwas anders aus und war nicht “künstlich” verändert, sondern “natürlich”. Ich lese in einschlägigen Foren immer wieder, dass damals B12 weitgehend ein Mangel war, bzw. an der Untergrenze zum Überleben. Wie es letztendlich in den Menschen kam, kann keiner mehr sicher sagen.

Dipl.-Ing.

Der Artikel hat nichts mit der veganen Mangelernährung des Autors zu tun. Die Tatsache, dass das Gehirn einige Aminosäuren aus tierischem Eiweiß zwingen benötigt betrifft ihn nicht, da kein Gehirn vorhanden! Es ist einfach widerlich, wie hier Wissenschaft vorgespiegelt wird und stattdessen Standpunkte verkauft werden!
Veganer leben übrigens nicht länger, es fühlt sich nur so an.

Nutripunk
Reply to  Dipl.-Ing.

Na du bist ein ganz Heller, oder? Oder warum begründest du deine Meinung nicht sondern verbreitest nur dünngeistige Phrasen, die du irgendwo aufgeschnappt hast?

Welche Eiweiße aus Tieren braucht denn das Gehirn, die Pflanzen nicht liefern? Die Ketten sind zwar nicht so umfassend, wie in einem Stück Tier, aber durch Kombination derer problemlos erhältlich.

Drago
Reply to  Dipl.-Ing.

Und wer sagt, dass das gehirn aminosäuren aus tierischem eiwéiß zwingend benötigt?? Wo is de wissensxhaftliche begründung. Auch nur ein standpunkt. Wohl auch kein gehirn mehr vorhanden. Lach

Dino

Sehr interessanter Text. Nur die Frage auf welche Ernährungsform, omni-, carni- oder herbivor, finde ich unklar beantwortet. Wir sind seit langer Zeit vom Verhalten her omnivore Esser. Aber die Frage worauf wir biologisch ausgerichtet sind ist meiner Meinung nach herbivor. Genau wie du das am Schluss geschrieben hast . Ich verstehe nicht genau wieso du am Anfang geschrieben hast, dass er omnivor ist.

Nutripunk
Reply to  Dino

Wir sind biologisch als “Allesfresser” konzipiert, mit starkem Hang zu pflanzlicher Kost. Der Mensch ist Omnivor, weil er “alles” essen KANN. Aber er muss es nicht, sondern kann sich rein pflanzlich ernähren. “Omni” ist eine Option ist von der Natur, ohne die die Evolution nicht möglich gewesen wäre, denn früher war die Versorgung einfach sehr (!) viel schlechter. Heute ist sie nahezu ganzjährlich perfekt in den westlichen Breitengraden, deswegen braucht kein Schwein Fleisch. Pun intended. 😉

Johannes
Reply to  Nutripunk

Der Vorteil des Menschen ist, dass er ALLES essen kann. Dem Menschen wird es ziemlich einfach gemacht, indem das Fleisch durch Kochen vorverdaut wird. Insgesamt stellen die tierischen Produkte jedoch ein Problem für den menschlichen Verdauuungstrakt dar. Wer von omnivor zu vegan gewechselt ist, wird es erfahren haben. Dreimal Stuhlgang am Tag ist keine Seltenheit und das ist positiv. Wobei insgesamt sitze ich weniger auf dem Klo als vorher 😉 Es gibt Ärzte die empfehlen maximal 5% Tierprodukte. Viele Menschen merken gar nicht viel wiel Tierprodukte sie essen. Verstopfung ist nur eine Folge davon. Ich habe noch nie ein Tier mit Verstopfung gesehen. Schau mal wie ein Hund ein großes Geschäft erledigt. So ist das auch für den Menschen natürlich. Und daher ist omnivor auch nicht natürlich.

Nikioko

Falsches Fazit. Der Eingangssatz dagegen ist richtig. Der Mensch ist weder ein reiner Fleischfresser noch ein reiner Pflanzenfresser. Eine gute Mischkost, sechsmal die Woche Gemüse und einmal Fleisch (oder Fisch, das Fleisch des armen Mannes) ist optimal. Dagegen sind sowohl der übermäßige Fleischkonsum als auch der Veganismus zwei Seiten derselben Medaille: die Perversion unserer Essgewohnheiten aufgrund unserer Überflussgesellschaft.
Allein die Argumente sind in diesem Beitrag sehr einseitig. So wird zwar gut argumentiert, warum der Mensch kein Fleischfresser ist (die Tatsache, dass der Mensch keine Leichengifte verträgt, fehlt noch), aber völlig außer Acht gelassen, dass der Mensch ebenso kein Pflanzenfresser ist. Der Mensch kann keine Cellulose verdauen und sich nur von Gras ernähren. Unverträglichkeiten von Gluten zeigt, dass der Mensch auch nicht dazu bestimmt ist, Körner zu futtern. Der Mensch hat keine vier Mägen wie eine Kuh und auch kein ebensolches Gebiss (nur Mahlzähne), sondern eben ein Gebiss, dass Merkmale beider Gruppen aufweist, quasi das Pendant zum Ganzjahresreifen. Und auch der gezeigte Affe ernährt sich nicht nur von Bananen, sondern auch von Insekten, Würmern und kleineren Wirbeltieren. Ein typischer Allesfresser eben, genau wie der Mensch.
Wenn man also ein richtiges Fazit ziehen will, dann kommt folgendes dabei heraus: Der Mensch ist ein Allesfresser und hat es dadurch geschafft, auch in Zeiten knapper Nahrungsmittel zu überleben. Unsere Überflussgesellschaft hat allerdings dazu geführt, dass viele Menschen zu viel Fleisch essen, was schlecht für Gesundheit und Umweltschutz ist. Daraus resultieren aber auch völlig überzogene Gegenmaßnahmen wie Veganismus, welcher zwangsläufig zu einer Mangelernährung (Stichwort Vitamin B12) führt und aufgrund der in hohem Maße konsumierten stark prozessierten Lebensmittel als ebenso schädlich anzusehen ist. Die beste Ernährung ist immer noch das selbst gekochte Mahl aus frischen Zutaten, die aus der Region stammen.

Nutripunk
Reply to  Nikioko

Davon auszugehen, dass Veganer*innen im Übermaße die “hochverarbeiteten” Ersatzprodukte essen, finde ich ziemlich vermessen und haltlos. Der meiste Absatz dieser “Sojawürste” und Co. stammt von sog. Flexitariern und Umsteigern und nicht von den reinen Pflanzenfressern.

Der Mensch ist Omnivor mit starkem Hang zur Pflanzenkost. In Zeiten der Nahrungsknappheit musste er zum Fleisch greifen, korrekt. Das ist aber nicht mehr der Fall. Die reine Pflanzenkost reicht völlig aus, um alle Nährstoffe zu bekommen. Spezialfall Vitamin B12: Das gibt es in den verspeisten Tieren nur, weil diese es mit dem Futter oder per Supplement selbst bekommen. Die paar Prozente (8%) Weidehaltung (weltweit) reicht sicher weder zur Deckung des Bedarfs an Fleisch noch an B12, und selbst da ist die Versorgung nicht gesichert, da genügend Kobalt in den Pflanzen gebunden sein muss, damit die Mikroorganismen im Magen arbeiten können.

Woher hast du die Info, dass der Mensch Gluten nicht verdauen kann? Das ist ein Protein, dass der gesunde Mensch ohne Sensitivität oder Zöliakie ganz normal als Eiweißkette verdaut.

Für mich hört sich deine Argumentation so an, als wäre sie von einer Paläo-Seite abgeschrieben.

Der Mensch muss eben nicht – aber er kann. Wie du schon richtig bemerkst: Gras kann der Mensch nicht verdauen. Das heißt aber auch nicht, dass er deswegen Fleisch essen muss.

Aus ethischer Sichtweise gibt es nur die eine, akzeptable Lösung. Dadurch treten aiuch keine gesundheitlichen Nachteile beim Menschen auf. B12 kann man statt den Tieren zu geben lieber selbst essen und erspart nicht nur deren Versorgung mit potenziellen Nahrungsmitteln, sondern auch den tatsächlich sinnlosen Tod eines fühlenden Geschöpfes.

Secretgirlxx
Reply to  Nutripunk

Trotzdem muss ich Nikioko Recht geben, die Argumente hier sind sehr einseitig. In vielerlei Hinsicht brauchen Menschen nunmal Fleisch, z.b bei Eisenmangel. Natürlich findet man Eisen auch in vielen pflanzlichen Produkten, allerdings gleichen diese das nicht annähernd so gut aus wie Fleisch und ist es ein starker Eisenmangel reicht es in manchen Fällen schon aus die Periode zu bekommen um Ohnmächtig zu werden. Wie wärs mit einem richtigen Vergleich und nicht nur einer objektiven Meinung?

Nutripunk
Reply to  Secretgirlxx

Eisen aus Pflanzen wird nicht so gut aufgenommen, das ist korrekt. Das heißt aber mit nichten, dass es problematisch wäre. Die VeChi Studie fand zuletzt heraus, dass einzig vegane Kinder genügend Eisen zugeführt bekommen, omnivore Kinder hingegend nur unzureichend. Ein bisschen Vitamin C zum Pflanzeneisen (z.B. frisch gepresster Orangensaft) hat nicht nur positiven Effekt auf den Vitamin C Haushalt, sondern auch auf die Eisenaufnahme. Kräuterblut (Pflanzengetränk) ist besonders eisenhaltig und wird bei Frauen oft gegen Eisenmangel während der Periode von Frauenärzten empfohlen. Fleischkonsum hingegen nur in den seltensten Fällen.

Tom Egernfjord
Reply to  Secretgirlxx

Ich bin seit 52 Jahren Vegetarier und lebe seit 6 Jahren vegan. Ich leide weder unter Eisen- noch unter B12-Mangel und erfreue mich auch sonst bester Gesundheit. Mein Arzt hat mir beim letzten Gesundheitscheck Traumwerte bescheinigt. Wer also behauptet, der Mensch braucht Fleisch, hat keine Ahnung . Und nein, ich schlucke weder Vitaminpräparate, noch sonst irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel.

Nutripunk
Reply to  Tom Egernfjord

Danke für die Info. Mit dem B12 ist eine halbgute Info. Ohne Frage: Schön für dich! Aber B12 ist nunmal ein Risiko, da es nicht für den Menschen ausreichend in Pflanzenkost vorkommt. Wie machst du das? Angereicherte Milch/Zahnpasta? Oder ist dein Speicher einfach noch voll? Der kann ja recht lange vorhalten.

Tom Egernfjord
Reply to  Tom Egernfjord

Nutripunk, irgendwie fehlt der Antwortbutton, daher kann ich nicht direkt auf Deine Frage antworten…

Ich benutze in der Tat besagte Zahncreme von Sante, das hätte ich fairerweise erwähnen sollen. Allerdings würde ich diese auch als Nicht-Veganer nehmen, denn B12-Mangel ist beileibe kein veganerspezifisches Problem, sondern eine Volkskrankheit, unter der insbesondere ältere Menschen leiden – trotz Fleischkonsum. Studien haben gezeigt, dass prozentual mehr Fleischesser unter B12-Mangel leiden, als Veganer. Einfach aus dem Grund, weil sich Veganer mit dem Thema auseinander setzen dem prophylaktisch entgegenwirken.

Nutripunk
Reply to  Tom Egernfjord

In der Tat, ab einer gewissen Einrückung fehlt der Antworten-Button wirklich. Da muss ich nochmal nachschauen… aus dem Backend geht es trotzdem.

B12 Mangel ist wirklich etwas, was quasi jeden betreffen kann. Ein Check wird leider nicht von der Kasse übernommen und wenn dann nur der Serumwert, statt dem sinnvolleren HoloTC. Und wer gibt schon als “gesunder” Mensch Geld für einen Bluttest aus, für einen Wert, von dem er/sie wohl vorher noch nie gehört hat und selbst die Hausärzte keine Ahnung haben?!

Stephan
Reply to  Tom Egernfjord

Hättest Du die gleichen Werte auch vor 2000 Jahren gehabt, oder musst Du dazu auf Früchte oder Gemüse zurückgreifen, die man früher nur selten bekommen konnte? Ich will mit dieser Frage nur andeuten, dass wir hier gerade wieder eine Diskussion zwischen Tierprodukteessern und Veganern lesen, aber nichts zu der ursprünglichen Frage, welche Art wir wirklich sind. Wegen dieser Frage lese ich mir hier das ganze Zeug durch. Lese aber jetzt wieder nur eine Diskussion darüber, ob es gesund oder ungesund ist vegan zu leben. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist gesund vegan zu leben, das kann auch jeder so machen, wie er mag. Ist es aber so, dass unser Körper grundsätzlich dafür erschaffen wurde vegan zu leben? Das ist hier die Frage. Und die wurde für mich noch nicht überzeugend beantwortet…

Nutripunk
Reply to  Stephan

Es ist natürlich möglich. Der Körper wurde dazu erschaffen. Die B12 Problematik ist noch nicht vollends geklärt, deswegen muss man hier auch als vegan lebende Person vorsichtig argumentieren. Das hat aber nichts mit dem Köper an sich zu tun.

Dass das B12 aber in der aus 95-98% (je nach Quelle) stammenden Massentierhaltung ohne signifikante Zufütterung von B12 direkt (Schwein) oder Kobalt (Rind) auch nicht im Menschen ankommen würde, vergessen die meisten. Der Körper hat IIRC “früher” vielleicht 1-2x im Monat Fleisch bekommen, mal mehr, mal gar nix. Extrem anpassbar und nur deswegen heute so weit, wie er ist.

Auf der anderen Seite kann man sagen: Die heutige Ernährung der breiten Bevölkerung ist unnatürlicher als eine vollwertige, vegane Ernährung. Selbst mit B12 Supplement hat man weniger “Chemie” in sich.

Deswegen ist es auch egal, ob man vor 2000 Jahren vegan leben könnte. Oder auf einer einsamen Insel. Es ist heutzutage schlicht nicht relevant.

moerv
Reply to  Nutripunk

Ich verstehe deine Argumentation nicht ganz. Ich denke es ist hinlänglich geklärt, das der Mensch von Natur aus als Allesfresser Konziepiert ist. Du sagst jetzt aber das es ” aus ethischer sichtweise nur eine akzeptable Lösung gibt, nämlich auf Fleisch zu verzichten und Mängel mit Ersatzstoffen auszugleichen. Wieso dies “ethisch richtiger ist erklärst du leider nicht. Ich deiner mein das die Fleischindrustrie so wie sie heute funktioniert etisch nich akzeptable ist. Aber genau so würde ich sagen das die Agrarindustrie so wie sie heute funktioniert ethisch nicht vertretbar ist. In bezug auf Monokulturen Pestizide etc. Wer bist du das du entscheiden kannst was ethisch vetrabar ist ?

Nutripunk
Reply to  moerv

Du weißt schon, wo der Großteil des Ertrags der Monokulturen (Getreide, Soja … ) landet? In den Mägen der sog. Nutztiere. In sofern ist dein Argument auch nicht gut, weil nicht nur durch Monokulturen und PEstizide Lebensräume und die Umwelt zerstört werden, der Mist kommt auch noch in die Tiere, die 24/7 in Gefangenschaft leiden, gegen ihren Willen getötet werden und landet am Ende in deinem Magen und dein Körper nimmt das auf. Guten Appetit.

Daniel Gieseler
Reply to  Nikioko

“Die beste Ernährung ist immer noch das selbst gekochte Mahl aus frischen Zutaten, die aus der Region stammen.” Finde ich mit Abstand die beste und korrekteste Aussage. Auch wenn du dir damit, vermutlich unwissentlich, widersprichst. Denn Fleisch kann man definitiv nicht als frisch bezeichnen…. oder wie bezeichnet man sonst totes, funktionsunfähiges Gewebe?! Auf Grund der Haltung und Produktion der Lebensmittel in vor allem den Industrieländern sind mitterweile ebenfalls auch viele pflanzliche, vermeintlich gesunde Lebensmittel mit Pestiziten, Konversierungsstoffen usw. usw. belastet, auf die bei einer Regionalen Ernährung großenteils verzichtet werden kann. Das Vegane Ernährung unweigerlich zu Mangelerscheinungen führt ist komplett an den Haaren herbei gezogen und immer die gleichen die von den Fleischessern genannt werden wie vor allem Vitamin B12 und Eisen, da es in Fleisch, vor allem rotem Fleisch großenteils vorkommt. Daneben wird meistens der Eiweißreichtum in demselben Fleisch hervorgehoben, was genauso unsinnig ist. Die einzige und alleine Wahrheit daran ist das man vor allem für Vit. B12, Eisen und Eiweiß wesentlich mehr pflanzliche Nahrung konsumieren mussals tierische. Aber selbst das rote Fleisch, z.b. der Bulle, steht auf der Weide und isst von morgens bis abends vor allem Gräser wie Gerstengras, Weizengras, Dinkelgras, etc… und erhält ausschließlich über die Zufuhr von diesen vielen Aminosäuren den unglaublichen Eiweiß, Vit B12, und Eisengehalt in seinem Fleisch. Denn selbst unser Körper benötigt kein Eiweiß, nicht einmal die vielen Kraftsportler zum Muskelaufbau. Unser Körper besitzt Enzyme, die eigens dafür gemacht sind Eiweiße zu Zerstören, weil diese schädlich für den Körper sind – worauf ich hier nicht weiter eingehen werde, das kann jeder selber übetall nach lesen – und zerstört diese Eiweiße zu Aminosäuren. Denn die im Eiweiß enthaltenden Aminosäuren benötigen wir, denn dies ist einer der Hauptbestandteil unserer Zellen, und wird benötigt wenn man diese vermehren will wie zb. der Kraftsportler beim Masseaufbau. Ähnlich verhält sich das bei den ungesättigten/gesättigten Fetten. Die Lebensnotwendigen Fetten befinden sich fast ausschließlich in pflanzlicher Kost, während tierische Fette für den Menschen unnötig und sogar gesundheitsschädliche sind (siehe irgendwelche Pathophysiologischen Studien zu Diabethes mel. II, Bluthochdruck, Arteriosklerose usw. usw….. die man Industriekrankheiten nennt, man aber auch umbenennen könnte in zu-hoher-Konsum-tierischer-Fette. Allerdings kann jede zu einseitige Ernährung auch zu mangelzuständen Führen. Isst man als Veganer nur Weißbrot umd Marmelade wird man auch nicht gesund. Das Gold für denjenigen der ausschließlich Fleisch ist aber genauso, nur erkrankt der eben nicht an Eisenmangel (Anämie) oder VitB12 Mangel was sich in Muskel und Nervenstoffwechselstörungen äußern kann, sondern erkrankt an generellem Vitaminmangel (zb. häufige Infekte und erhöhte Infelkanfälligkeit, Autoimmunerkrankungen und vielen Erkrankungen mehr die durch den Mangel an vielen Antioxidanzien gehäufter vorkommen am bei guter Zelloxidation – zb. viele Krebserkrankungen, unspezifische Müdigkeitssyndrome, sogar Muskel und Gelenkschnerzen usw.) Da unser Darm schwer verdauliche Nahrung – ja Fleisch können wir sehr wohl verdauen – halt längere Zeiten im Darm lagert bis diese verdaut ist, entstehen viele Gärungsprozesse und schädliche Bakterienkulturen im Darm, die kurzfristig häufig zu Blähbauch und Blähungen führen und langfristig im Körper intoxikationen auslösen können und selbst der Darm kann dabei Stoffe projizieren die die Blut-Hirn-Schranke passieren können, was sonst durch pflanzliche Nahrung nicht möglich ist, und sogar eine der Verantwortlichen Gründe für die Entstehung Kortokaler Arteriosklerose, Depressionen und Alzheimer, Konzentrationsschwächen die. usw. sein kann. Das heisst das gerade Fleisch für den Menschen gesundheitsschädlich ist, aber das Hauptproblem generell von tierischen Fetten ausgeht – und ja, Fisch ist auch nicht besser – im Vergleich zu Fleisch enthält Fisch aber viele pflanzliche, ungesättigte Aminosäuren, die diese Fische großenteils aus Algenhaltiger/Planktonhaltiger Ernährung gewinnen und aus diesem Grunde sind diese Wertiger für uns als Fleisch.
Abgesehen davon weiss jeder von uns, spätestens vom Arzt das

So langsam vergeht mir die Motivation noch weiter in diesem Kommentar zu versuchen das aufzuklären und gegen die Zweifler anzureden. Die Zweifler doller ja weiter Fleisch und tierische Fette konsumieren, neben den Folgen von Rauchen lebt unser Gesundheitssystem fast ausschließlich von dieser Fehlernährung, und wenn man die Überschüsse anguckt dies auch nicht gerade schlecht.
Aber ich finde es unmöglich dass v.a. die Fleischesser unter uns so uneinsichtig sind und immer weiter gefährliches Halbwissen oder gar Unwissenheit in solchen Foren verbreiten die endlich mal vernünftig versuchen aufzuklären….. Google mal bitte selbstständig die Auswirkungen tierischer Fette und auch Fleischkonsum auf den menschlichen Körper und haltet euch an die Ergebnisse der Fachliteratur und nicht der protestierenden Fleischkonsumenten.

Im Nachsatz, vollständigerweise führe ich das mal auf: laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist bei einer stark pflanzlich geprägter Ernährungs- und Lebensweise ein Fleischkonsum von Wöchentlich 2 x jeweils 200g nicht gesundheitsschädlich. ….. Aber im Vergleich zu pflanzlicher Nahrung halt auch nicht GESUNDHEITSFÖRDERND! Wer sich dennoch ausschließlich gesundheitsfördernd und vegan ernähren möchte muss sich schlau machen wie er den paar Nährstoffen die Fleisch und tierprodukte tatsächlich bieten über pflanzliche Nahrung kompensieren kann um keine Mangelerscheinungen zu bekommen umd sollte sich zum Thema Superfoods schlau machen, das sind all diese Nahrungsmittel die potentiell den höchsten Nährstoffgehalt aufweisen, ich verspreche euch ihr werden nicht ein einziges Tierrprodukt finden das uns sowas liefert, nicht einmal im Eisen oder VitB gehalt.
Eisen – v.a. Brokkoli, Spinat, dunkelgrüne Pflanzliche Kost
VitB12 – Nüsse/Hülsenfrüchte v.a. Mandeln
Aminosäuren, essenzielle Aminosäuren (also Eiweiß 🙂 ) und ungesättigte Fette sind ebenfalls viel in Nüssen zu finden, Oliven, Avocado, und vieles mehr.
Ich hoffe ich konnte zumindest den Leuten die ernsthaft Interesse an eine Aufklärung haben etwas in die richtige Richtung weisen.
Sorry für alle Rechtschreibfehler- hab das vom Handy von unterwegs abgetippt.
Viel Erfolg

Nutripunk

Danke für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂 Da kann man nicht viel dran rütteln. Leider wird es auf der “anderen Seite” wohl nur bedingt ankommen. Aber wir alle probieren es (genau so sachlich wie du) einfach immer weiter. 🙂

Lisa Sydow

Ich bedanke mich sehr für die ausführliche Aufklärung!
Ich habe heute noch eine Diskussion geführt und wusste auf manche Argumente leider keine Antwort, an die ich jetzt aber gelangt bin!
Vielen Dank und nicht aufgeben 😉

Manü

DAS war ja wohl der mit großem Abstand beste Kommentar den ich zu dieser endlos geführten Debatte jemals gelesen hab. Danke dafür und ein langes, gesundes Leben

IDM Crack

Thanks , I have just been looking for information about this topic for a
long time and yours is the greatest I’ve came upon till now.
However, what in regards to the conclusion? Are you certain in regards to the supply?

Joanna D.

Danke, eine schöne Zusammenfassung – wieder einmal!

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