Ist der Mensch Fleischfresser, Allesfresser oder Pflanzenfresser?

Lesezeit ca. 4 Minuten

Ist der Mensch Fleischfresser? Ist es unnatürlich oder gar ungesund auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, wo doch unsere Vorfahren sich angeblich erst durch Fleisch so entwickeln konnten? Oder stimmt das alles doch nicht?

Fleisch oder nicht?

Schwupps, da ist es passiert. Man liest nichtsahnend einen Artikel bei SPON, ZON, Facebook und Co. und scrollt aus Versehen zu weit runter.

Kommentarsektion!

Grabenkampf zwischen Fleischbefürworter*innen und Veganer*innen – egal, ob es davor überhaupt um das Thema ging oder nicht. Keiner will vom Standpunkt abrücken und es werden mehr oder minder belegbare Argumente gezogen und auf der Meinung bis zum virtuellen Tod beharrt.

Dabei ist es doch so einfach!

Der Mensch ist von der Natur aus weder reiner Fleischfresser, noch reiner Pflanzenfresser. Er ist ein Allesfresser bzw. mit deutlichen Hang zur pflanzlichen Kost. Allesfresser heißt aber auch, dass er sich anpassen kann und auch nur von einer Sorte Nahrung leben kann, sofern die ihm alle essentiellen Nährstoffe bietet.

Wäre der Mensch Fleischfresser, würden ihm essentielle Nährstoffe wie Vitamin C oder bestimmte Provitamine fehlen. Völker, die sehr viel Fleisch essen, wie z.B. die Inuit, essen deswegen auch den Mageninhalt der Tiere mit. Dadurch nehmen sie die allernötigsten, pflanzlichen Nährstoffe wie Vitamin C und Ballaststoffe auf. Studien zufolge sind diese aber nicht gesünder, sondern haben höheres Schlaganfallrisiko und eine 10 Jahre kürzere Lebenserwartung.

Nun könntest du behaupten, dass das andere Extrem, die pflanzliche Ernährung, ähnlich ungesund ist. Es wird in vielen Studien aber gezeigt, dass man dadurch das Risiko vieler Zivilisationskrankheiten minimieren kann. Ich bin ein lebender Beweis, dass die Ernährung auch Einfluss auf bestimmte Krankheiten hat, wie meine rheumatische Erkrankung. Da gibt es zusätzlich sicher noch andere Faktoren, aber die Ernährung ist meines Erachtens einer der Grundbausteine dafür.Wichtig ist aber lediglich, dass alle essentiellen Nährstoffe im Körper ankommen.

Viel wichtiger als ein möglicher gesundheitlicher Effekt sind für die Idee des Veganismus die Unversehrheit der Tiere – außerdem kann der Lebensstil mit der pflanzlichen Ernährung auch positiven Einfluss auf die Umwelt haben.

Geschichte

Neandertaler SteinzeitDer Mensch hat schon immer Fleisch gegessen“ oder „Ohne die Proteine im Fleisch hätte sich unser Gehirn niemals so entwickelt“ sind gerne gezogene Argumente der omnivoren Fleischbefürworter. Ich würde so weit mitgehen, dass der Mensch sich sicherlich langsamer bis „hierher“ entwickelt hätte, aber es ist auch im Gespräch, dass etwa bestimmte klimatische Bedingungen vielleicht sogar mehr Einfluss auf das Gehirnwachstum hatten. Auch das Zubereiten Erhitzen von Nahrung oder Kohlenhydrate stehen mittlerweile zur Debatte, für das Hirnwachstum verantwortlich zu sein. Vielleicht ist es einfach ein Mix aus allem?!

Dass der Mensch schon immer Fleisch gegessen hat, ist richtig. Früher war der Mensch aber vor allem Sammler und Jäger. Jagen war extrem anstrengend und energieraubend ohne moderne Waffen. Viele Menschen waren daran beteiligt und mussten das Tier viele Kilometer verfolgen bis es dann endlich tot war. Das konnte auch mal ein paar Tage dauern. Die verbrauchte Energie konnte er nur schwer wieder reinholen. Vor allem deswegen hat der Mensch sich je nach Wohngebiet eher auf das Sammeln von pflanzlicher Nahrung (Frank Robert Vivelo, Handbuch der Kulturanthropologie) konzentriert. Die laufen auch nicht tagelang vor einem weg.

Vor allem im Winter waren die oft mangelernährten Frühmenschen auf tierische Eiweiße angewiesen, denn Beeren, Nüsse, Wurzeln und Blätter wachsen nicht so gut bei Frost. Es gab keine andere Möglichkeit, um zu überleben. Im Sommer wurde natürlich zusätzlich gejagt, wenn auch weniger.

Nur durch die extreme Anpassungsfähigkeit und die daraus folgende Evolution des Menschen ist es uns möglich gewesen, bis jetzt zu überleben. Im Sommer gabs nur das, im Winter nur das. Lagern war nur sehr, sehr bedingt möglich und sowas wie Ackerbau gab es damals noch nicht. Getreide kam erst deutlich später dazu.

Nun ist es aber so, dass du aktuell auch im Winter Zugriff auf aberhunderte Pflanzen und deren Erzeugnisse hast und davon mehr als locker satt werden kannst. Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte liegen in rauen Mengen in den Supermärkten. Fleisch dagegen wird maximal noch an der Frischetheke gejagt. So richtig männlich. Kein Grund, das Fleisch-Argument zu nutzen.

Anatomie und Physiologie

Gebiss und Verdauungssystem des Menschen unterstützten diese Argumente. Das Gebiss etwa hat keine Reißzähne, wie man es bei Fleischfressen vorfindet. Was viele damit verwechseln sind die Eckzähne, die man von Frugivoren (Früchteessern) kennt. Harte, grobe Pflanzenkost wie Wurzeln, Blätter, Früchte und Samen bzw. Nüsse stehen auf dem Programm. Die flachen Backenzähne zermahlen Nahrung, Fleischfresser haben auch da spitze Zähne.

Vergleicht mal selbt den frugivoren Affen (mit Kleintieren in der Nahrung je nach Unterart) und die carnivoren Raubtiere daneben:

Der Speichel im Mund spaltet Stärke auf und nicht wie bei z.B. einem Tiger tierische Proteine. Dazu kommt der Kiefer, der wie bei einem Wolf nicht nur auf und zu kann, sondern wie bei einer Kuh auch seitlich.

Im Magen bildet der Mensch vergleichsweise wenig Salzsäure und Pepsine verglichen mit den meisten Carnivoren, da er kein rohes Fleisch, Knochen oder Muskeln verdauen muss. Und abschließend ist der Darm bei einer Katze kurz und glatt, bei einem Mensch lang und hat „Kammern“. Fleisch flutscht bei Carnivoren schnell durch, um Fäulnisprozesse zu vermeiden, die für Säugetiere tötlich sein könen.

Oben drauf kann der Mensch auch nicht wie ein Fleischfresser Vitamin C selbst bilden. Der Mensch ist wie der Affe eher aufrecht statt waagerecht, um Früchte zu pflücken und nicht um schnell für die Jagd zu sein. Wobei das nur einer von vielen Aspekten sein kann.

Brockhaus geht sogar klar weiter und beschreibt, dass der Mensch keinen angeborenen Tötungstrieb oder Jagdinstinkt hat. Sogar eine Tötungshemmung und Abscheuinstinkt vor Fleisch wird dem Menschen nachgesagt.

Offene Fragen

Es gibt noch viel zu klären. Die Ernährungsforschung steckt noch in den Kinderschuhen, vor allem gibt es „Vegan“ noch nicht so lange, dass es Langzeitstudien gibt. Bei Kindern noch weniger – die VeChi-Studie ist immerhin ein Anfang.

Was wir wissen: Der Mensch ist ein Allesfresser. Er KANN alles fressen, er muss es aber nicht. Er kommt auch mit rein pflanzlicher Kost klar, wenn er alle Nährstoffe bekommt. Beim Vitamin B12 heißt das: Supplement. Wenn das ein Tiertod verhindert und mich nicht krank macht: Warum nicht?

Disclaimer: Nutripunk.de ist werbefrei, unabhängig und geht keine Kooperationen ein.

Nutripunk.de ist kein Arzt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Es gibt maximal Tipps aus eigener Erfahrung, die nicht allgemeingültig sind. Wenn du krank bist: Geh zum Arzt und such nicht im Netz nach Lösungen!

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Kim-Sophie Ohlsen

Blödsinn, was hier geschrieben wird, könnte den ganzen Text argumentativ locker zerfetzen. Hier werden Halbwahrheiten zu Wahrheiten umfunktioniert und sich das so hin gebogen, dass es ideologisch passt. Aber ich habe keine Lust und Zeit, mir das anzutun, aber allein mal auf den letzten Satz einzugehen, das sollte normal schon reichen: “ Rein pflanzliche Kost ist für den Menschen eine Möglichkeit, sich gesund und ohne Mängel zu ernähren – eine Vitamin B12 Quelle vorausgesetzt. DAS HAT DIE NATUR GENIAL EINGERICHTET!“ Meine Gute (vermute mal eine Frau dahinter), die Natur hätte es genial eingerichtet, wenn einem der Instinkt sagt was man… Weiterlesen »

Flip

Der Text ist durchaus gut geschrieben, aber auch hier werden meines Empfindens nach zu häufig nicht nachgewiesenen Thesen als Grundlage für die spätere Argumentation genutzt. „[..] Ich würde so weit mitgehen, dass der Mensch sich sicherlich langsamer bis „hierher“ entwickelt hätte, aber es ist auch im Gespräch, dass etwa bestimmte klimatische Bedingungen vielleicht sogar mehr Einfluss auf das Gehirnwachstum hatten [..]“. Das Protein für das Gehirnwachstum gebraucht werden ist Fakt, das die Evolution aber auch ohne tierische Nahrung den gleichen Weg eingeschlagen hätte eine These (Wenn ich falsch liegen sollte, kannst du gerne die Quellen nennen 🙂 ) Worauf ich… Weiterlesen »

Franziska

Ich möchte etwas zum „ständigen Hunger“ und zur veganen Ernährung sagen: Der ständige Hunger kommt vermutlich von zuwenig kalorienreicher Nahrung, von zu wenig Kohlenhydraten. Und von einem leeren Glukosehaushalt. Den Körper verlangt es nach Glukose aus Früchten und Kalorien aus kohlenhydratreichen Gemüsen, wie Kartoffeln, Süsskartoffeln und Winterkürbis. Kalorien aus Fett sind nicht gemeint! Wenn nämlich durch fettreiche Nahrung, Fett im Blut und in der Leber ist, dann ist die Leber nicht in der Lage, die Glukose, die wir essen, aufzunehmen. Wenn Sie denken, dass Sie nicht fett essen, ist dennoch wichtig zu wissen, das proteinreiches Essen in Wirklichkeit immer fettreiches… Weiterlesen »

René Strasser

Leider scheint auch hier die Frage ‚was ist der Mensch von Natur aus‘ wieder nicht geklärt zu werden. Und nach dem Versuch einen Objektiv ‚wirkenden‘ Artikel zu verfassen lässt sich bei den Kommentaren eindeutig erkennen das der Verfasser nicht wirklich Objektiv ist. Das finde ich sehr schade, dennoch hätte ich ein paar Fragen die sich mir stellen. Vorweg soll gesagt sein das ich seit geraumer Zeit versuche mich auf vegane Ernährung umstellen und immer wieder auf Probleme stoße, wie z.B unstillbarer Hunger und Mangelerscheinugen und das obwohl ich suplementiere(zB, Vitamin: B12, D3, K, Magnesium, Kalzium usw) und auf Themen wie… Weiterlesen »

Nutripunk

Was ist denn nicht objektiv? 🙂 Der unstillbare Hunger kann viele Ursachen haben. Das sollte sich, wenn das Blutbild unauffällig ist und der Arzt nichts findet, mal ein Ernährungsberater ansehen, idealerweise ein veganer Ernährungsberater. Tierisches Eiweiß stammt immer von Tieren, daher der Name. Eiweiß selbst ist es egal, worin es vorkommt, denn es ist eingentlich nur eine Aminosäurenkette. Ob Insekten genug B12 haben – keine Ahnung. Pub Med wäre meine erste Anlaufstelle. Bei dem dem Typen meinst du sicherlich das Interview bei Vice. Vielleicht ist das nur Hoax, vielleicht ist es echt. Wenn es echt ist, ist das eine ziemlich… Weiterlesen »

René Strasser

Zum Thema Objektivität; lies mal deine Reaktionen auf kritische Kommentare. Für mich ließt sich das nach einem Veganer der ein Problem mit Fleischessern hat, und dann ist es nun mal vorbei mit der Objektivität . Aber ich kann mich auch täuschen und es macht nur den Anschein. Erweitertes Blutbild wurde gemacht und laut meiner Ärztin zählen meine Werte zu den besten in ihrer Ordination, es wurde also kein Mangel festgestellt . Aber für den Tipp einen Veganen Ernährungsberater aufzusuchen Danke ich dir. ‚Tierisches Eiweiß ist vom Tier‘ !?! Ich hoffe das war jetzt nicht ernst denn das war nicht die… Weiterlesen »

Nutripunk

Hm, es kommt drauf an, wie die Kommentare geschrieben sind. Sind sie flapsig vorwerfend, dann antworte ich auch so zurück. Wenn sie sogar beleidigen, wäge ich ab, aber idR. lösche ich sie. Wer nicht wenigstens einen Grad an Nettique vorweisen kann, darf hier nicht mitspielen. Tierisches Eiweiß: Mir war es ernst, weil ich deine Frage zuvor so verstanden habe. Zu Insekten vs. B12 habe ich keine Ahnung, von daher kann ich nix dazu sagen. Da B12 von Bakterien zusammen mit Cobalt hergestellt wird und erstmal nix mit dem Tier zu tun hat, ist das durchaus möglich. Vice: Das war das… Weiterlesen »

René Strasser

Egal wie ein Kommentar verfasst ist, deine Antwort spricht doch für dich und deinen Artikel, bzw deine Glaubwürdigkeit. Egal wie du Antwortest es sagt absolut nichts über den anderen aus. Aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen wie er reagiert. Dir wird hoffentlich bewusst sein das gerade Menschen die gefühlt zwischen zwei Stühlen sitzen im Netz nach derartigen Artikel suchen. Nehmen wir nur mal einen Teil deines Schlusstextes: ‚Rein pflanzliche Kost ist für den Menschen eine Möglichkeit, sich gesund und ohne Mängel zu ernähren‘. Hättest du hier statt ‚den Menschen‘ ‚die breite Masse‘ benutzt wie du es in deiner vorigen… Weiterlesen »

Nutripunk

Naja, der Artikel ist allgemein, deine Bedürfnisse nicht. Von daher kann man von einem „Was ist der Stand der Wissenschaft“ nicht auf seine Problematik schließen. Allerdings frage ich mich, woher du weißt, dass ich nicht eventuell Arzt oder Berater bin, aber mangels Rechtslage nicht online pauschal beraten oder verarzten kann? Ich bin es bei patzigen Kommentaren Leid, Friede Freude Eierkuchen zu versprühen. Wir sind doch alle nur Menschen und das ist eben ein Blog. Wer keinen Gegenwind will, der soll sich eben nicht in der Form melden oder sogar pauschal beleidigend werden. Du hast das geschafft, deswegen schreibe ich gerne… Weiterlesen »

John

Ich Esse alle paar Tage mal ein halbes Paket Linsen mit ner Packung Suppengrün aus dem Obstregal da sind Möhren Selleriewurzel und Petersilie drin dazu am besten in einem Extra Topf (wegen solanin) Kartoffeln kochen und wenn fertig mit reintun damit bist du den ganzen Tag satt wenn du nicht gerade 200kg wiegst und fresssüchtig bist. Ansonsten ab und zu mal ne Dose Bohnen Essen oder Tofu. Supplimente nicht vergessen ich nehme alle paar tage mal ein Tropfen Lugolsche Jodlösung Vit b12, Omega3 aus Algen etwas L-Carnison damit das Omega nicht Oxidiert Vitamin d3 nicht jeden Tag einnehmen aber ab… Weiterlesen »

Jana

Hallo René, falls deine Fragen noch aktuell sind, können wir uns gern detaillierter austauschen. Das mache ich allein schon aus idealistiachen Gründen, das Fachwissen und jahrelange Erfahrung ist allerdings auch da. Ich bin vegan sowie ausgebildeter Ernährungs- und Geaundheitscoach und Personal Trainer. Ich weiß nur nicht, wie man sich hier persönlich austauschen kann, den gesamten privaten und individuellen Chat muss man ja nicht vielleicht hier einstellen. . Grüße, Jana

Stefan Petters

Ich habe festgestellt, dass sich mein Hungergefühl bessert wenn ich etwas Fettreicheres hinzugebe. Also z.B. Nüsse, Samen, vielleicht etwas vegane Mayo. Und vorher etwas trinken. Am Ende z.B. eine Banane das schließt ganz gut den Magen.

Vielleicht ist vielen Personen das chronische Überessen auch so zur Gewohnheit geworden (nicht persönlich gemeint), und man einfach dieses „leichte“ Gefühl gar nicht kennt und für nicht Normal hält.

Allerdings kann es auch mit Pflanzen durch das größere Volumen schwierig sein seinen Kalorienbedarf zu decken, daher kann die Kombination mit Getreiden oder wie oben erwähnt mit Fetten/Früchten, welche eine höhere Kaloriendichte haben sicherlich hilfreich sein.

Andrea Lorenz

-entfernte Beleidigungen-

Nutripunk

Schade, sie sollten wirklich nochmal zurück in die Schule, was Kommunikation angeht. Wenn sie was zu sagen haben, dann bitte ohne mitschwingenden Hass.

Ich bin gern offen, Neues zu lernen. Aber nicht, wenn man alles aus der Nase ziehen muss. Und dann noch dafür und von vornherein angepflaumt wird.

Sie wissen ja, Kreatinmangel, ich halts im Kopf nich aus.

Inkognito

hm, hier wie überall, das ist das Traurige am Menschen, jeder gegen jeden, das ist dann der wahre Mensch, egal ob „Fleischfresser“, Vegetarier oder Veganer. Ich esse auch gerne Fleisch, es schmeckt mir leider sehr gut, allerdings bin ich mir auch bewusst, dass ich, wenn ich die Tiere selber jagen und zubereiten müsste, lieber zumindest vegetarisch leben würde. Wenn ich mir dann das Leid der Milchkühe und Hühner usw. anschaue, bin ich langsam so weit, vegan zu leben. Aber was mir immer wieder auffällt: Menschen gegen Menschen gegen alle anderen, das ist das wirklich Traurige daran. Da wird mir wieder… Weiterlesen »

Nutripunk

Sicher ist der Mensch nicht cool zur Erde. Deswegen muss von jedem angepackt werden, wo er nur kann, statt sich auf den Fehlern oder positiven Aktionen der anderen auszuruhen.

Fredereck Diesler

Klasse Beitrag. Darf ich dich in einem Forum gegen das ewige Gebashe zitieren?

Nutripunk

Klar, sehr gern! 🙂
Schick gern einen Link rum, wenn es passiert ist.

Veganismus – eine kurze Analyse der Szene, wie sie sich selbst zerstört und warum das gut ist | NUTRIPUNK

[…] wisst, dann verbreitet es nicht. Zum Beispiel, dass der Mensch ein geborener Pflanzenfresser ist. Das ist er nicht! Hirn an, dann (mit)teilen. Dazu empfehle ich zur Methodik zwei unabhängige Videos: Korrelation […]

Vegan

Zu B12. B12 haben wir früher aus Pfützen und ungewaschenen Obst und Gemüse erhalten. Heute wird es den Tieren gefüttert. Tolle Mangelerscheinung bei Veganern.

Nutripunk

Ja und nein. Ungewaschenes Obst und Gemüse ist leider nicht wissenschaftlich belegbar und ein weit verbreiteter Irrglaube der Rohkost-Community. Es gibt Hinweise in AFAIK einer (!) Studie, die B12 Spuren an einer Planze gefunden hat, diese war allerdings mit Tierkot kontaminiert. In Kot befindet sich generell mehr B12, aber die Einnahme hat andere Nachteile. Vor allem im Kot von Wiederkäuern (Kuh, Schaf) findet sich B12. Das war früher (also Mittelalter und Co.) im Trinkwasser, das hatte aber einen sehr schlechten Ruf und war Auslöser von vielen Krankheiten. Deswegen hatte Bier (gekochtes Wasser) einen regelrechten Siegeszug, weil es nicht krank machte.… Weiterlesen »

Johannes

Ich frage mich dann immer wie das vor Hunderttausend Jahre in Afrika war. Vitamin D: Haken dran. Aber auch damals war der Mensch auf Vitamin B12 angewiesen und es ist davon auszugehen, dass Afrika nicht ganz so vollgeschissen war. Auch damals wird der Mensch 2 bis 3 Liter Wasser aus Pfützen, Seen, Flüssen bzw. aus Pflanzen (dann Obst) getrunken haben. Vielleicht kommt das B12 da her. Vielleicht hat der Mensch aber ähnlich wie das Kaninchen oder war es der Hase seinen eigenen Kot gegessen.

Nutripunk

Schwer zu sagen. Damals sah die Welt ja noch etwas anders aus und war nicht „künstlich“ verändert, sondern „natürlich“. Ich lese in einschlägigen Foren immer wieder, dass damals B12 weitgehend ein Mangel war, bzw. an der Untergrenze zum Überleben. Wie es letztendlich in den Menschen kam, kann keiner mehr sicher sagen.

Dipl.-Ing.

Der Artikel hat nichts mit der veganen Mangelernährung des Autors zu tun. Die Tatsache, dass das Gehirn einige Aminosäuren aus tierischem Eiweiß zwingen benötigt betrifft ihn nicht, da kein Gehirn vorhanden! Es ist einfach widerlich, wie hier Wissenschaft vorgespiegelt wird und stattdessen Standpunkte verkauft werden!
Veganer leben übrigens nicht länger, es fühlt sich nur so an.

Nutripunk

Na du bist ein ganz Heller, oder? Oder warum begründest du deine Meinung nicht sondern verbreitest nur dünngeistige Phrasen, die du irgendwo aufgeschnappt hast?

Welche Eiweiße aus Tieren braucht denn das Gehirn, die Pflanzen nicht liefern? Die Ketten sind zwar nicht so umfassend, wie in einem Stück Tier, aber durch Kombination derer problemlos erhältlich.

Drago

Und wer sagt, dass das gehirn aminosäuren aus tierischem eiwéiß zwingend benötigt?? Wo is de wissensxhaftliche begründung. Auch nur ein standpunkt. Wohl auch kein gehirn mehr vorhanden. Lach

Dino

Sehr interessanter Text. Nur die Frage auf welche Ernährungsform, omni-, carni- oder herbivor, finde ich unklar beantwortet. Wir sind seit langer Zeit vom Verhalten her omnivore Esser. Aber die Frage worauf wir biologisch ausgerichtet sind ist meiner Meinung nach herbivor. Genau wie du das am Schluss geschrieben hast . Ich verstehe nicht genau wieso du am Anfang geschrieben hast, dass er omnivor ist.

Nutripunk

Wir sind biologisch als „Allesfresser“ konzipiert, mit starkem Hang zu pflanzlicher Kost. Der Mensch ist Omnivor, weil er „alles“ essen KANN. Aber er muss es nicht, sondern kann sich rein pflanzlich ernähren. „Omni“ ist eine Option ist von der Natur, ohne die die Evolution nicht möglich gewesen wäre, denn früher war die Versorgung einfach sehr (!) viel schlechter. Heute ist sie nahezu ganzjährlich perfekt in den westlichen Breitengraden, deswegen braucht kein Schwein Fleisch. Pun intended. 😉

Johannes

Der Vorteil des Menschen ist, dass er ALLES essen kann. Dem Menschen wird es ziemlich einfach gemacht, indem das Fleisch durch Kochen vorverdaut wird. Insgesamt stellen die tierischen Produkte jedoch ein Problem für den menschlichen Verdauuungstrakt dar. Wer von omnivor zu vegan gewechselt ist, wird es erfahren haben. Dreimal Stuhlgang am Tag ist keine Seltenheit und das ist positiv. Wobei insgesamt sitze ich weniger auf dem Klo als vorher 😉 Es gibt Ärzte die empfehlen maximal 5% Tierprodukte. Viele Menschen merken gar nicht viel wiel Tierprodukte sie essen. Verstopfung ist nur eine Folge davon. Ich habe noch nie ein Tier… Weiterlesen »

Nikioko

Falsches Fazit. Der Eingangssatz dagegen ist richtig. Der Mensch ist weder ein reiner Fleischfresser noch ein reiner Pflanzenfresser. Eine gute Mischkost, sechsmal die Woche Gemüse und einmal Fleisch (oder Fisch, das Fleisch des armen Mannes) ist optimal. Dagegen sind sowohl der übermäßige Fleischkonsum als auch der Veganismus zwei Seiten derselben Medaille: die Perversion unserer Essgewohnheiten aufgrund unserer Überflussgesellschaft. Allein die Argumente sind in diesem Beitrag sehr einseitig. So wird zwar gut argumentiert, warum der Mensch kein Fleischfresser ist (die Tatsache, dass der Mensch keine Leichengifte verträgt, fehlt noch), aber völlig außer Acht gelassen, dass der Mensch ebenso kein Pflanzenfresser ist.… Weiterlesen »

Nutripunk

Davon auszugehen, dass Veganer*innen im Übermaße die „hochverarbeiteten“ Ersatzprodukte essen, finde ich ziemlich vermessen und haltlos. Der meiste Absatz dieser „Sojawürste“ und Co. stammt von sog. Flexitariern und Umsteigern und nicht von den reinen Pflanzenfressern. Der Mensch ist Omnivor mit starkem Hang zur Pflanzenkost. In Zeiten der Nahrungsknappheit musste er zum Fleisch greifen, korrekt. Das ist aber nicht mehr der Fall. Die reine Pflanzenkost reicht völlig aus, um alle Nährstoffe zu bekommen. Spezialfall Vitamin B12: Das gibt es in den verspeisten Tieren nur, weil diese es mit dem Futter oder per Supplement selbst bekommen. Die paar Prozente (8%) Weidehaltung (weltweit)… Weiterlesen »

Secretgirlxx

Trotzdem muss ich Nikioko Recht geben, die Argumente hier sind sehr einseitig. In vielerlei Hinsicht brauchen Menschen nunmal Fleisch, z.b bei Eisenmangel. Natürlich findet man Eisen auch in vielen pflanzlichen Produkten, allerdings gleichen diese das nicht annähernd so gut aus wie Fleisch und ist es ein starker Eisenmangel reicht es in manchen Fällen schon aus die Periode zu bekommen um Ohnmächtig zu werden. Wie wärs mit einem richtigen Vergleich und nicht nur einer objektiven Meinung?

Nutripunk

Eisen aus Pflanzen wird nicht so gut aufgenommen, das ist korrekt. Das heißt aber mit nichten, dass es problematisch wäre. Die VeChi Studie fand zuletzt heraus, dass einzig vegane Kinder genügend Eisen zugeführt bekommen, omnivore Kinder hingegend nur unzureichend. Ein bisschen Vitamin C zum Pflanzeneisen (z.B. frisch gepresster Orangensaft) hat nicht nur positiven Effekt auf den Vitamin C Haushalt, sondern auch auf die Eisenaufnahme. Kräuterblut (Pflanzengetränk) ist besonders eisenhaltig und wird bei Frauen oft gegen Eisenmangel während der Periode von Frauenärzten empfohlen. Fleischkonsum hingegen nur in den seltensten Fällen.

Tom Egernfjord

Ich bin seit 52 Jahren Vegetarier und lebe seit 6 Jahren vegan. Ich leide weder unter Eisen- noch unter B12-Mangel und erfreue mich auch sonst bester Gesundheit. Mein Arzt hat mir beim letzten Gesundheitscheck Traumwerte bescheinigt. Wer also behauptet, der Mensch braucht Fleisch, hat keine Ahnung . Und nein, ich schlucke weder Vitaminpräparate, noch sonst irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel.

Nutripunk

Danke für die Info. Mit dem B12 ist eine halbgute Info. Ohne Frage: Schön für dich! Aber B12 ist nunmal ein Risiko, da es nicht für den Menschen ausreichend in Pflanzenkost vorkommt. Wie machst du das? Angereicherte Milch/Zahnpasta? Oder ist dein Speicher einfach noch voll? Der kann ja recht lange vorhalten.

Tom Egernfjord

Nutripunk, irgendwie fehlt der Antwortbutton, daher kann ich nicht direkt auf Deine Frage antworten…

Ich benutze in der Tat besagte Zahncreme von Sante, das hätte ich fairerweise erwähnen sollen. Allerdings würde ich diese auch als Nicht-Veganer nehmen, denn B12-Mangel ist beileibe kein veganerspezifisches Problem, sondern eine Volkskrankheit, unter der insbesondere ältere Menschen leiden – trotz Fleischkonsum. Studien haben gezeigt, dass prozentual mehr Fleischesser unter B12-Mangel leiden, als Veganer. Einfach aus dem Grund, weil sich Veganer mit dem Thema auseinander setzen dem prophylaktisch entgegenwirken.

Nutripunk

In der Tat, ab einer gewissen Einrückung fehlt der Antworten-Button wirklich. Da muss ich nochmal nachschauen… aus dem Backend geht es trotzdem.

B12 Mangel ist wirklich etwas, was quasi jeden betreffen kann. Ein Check wird leider nicht von der Kasse übernommen und wenn dann nur der Serumwert, statt dem sinnvolleren HoloTC. Und wer gibt schon als „gesunder“ Mensch Geld für einen Bluttest aus, für einen Wert, von dem er/sie wohl vorher noch nie gehört hat und selbst die Hausärzte keine Ahnung haben?!

Stephan

Hättest Du die gleichen Werte auch vor 2000 Jahren gehabt, oder musst Du dazu auf Früchte oder Gemüse zurückgreifen, die man früher nur selten bekommen konnte? Ich will mit dieser Frage nur andeuten, dass wir hier gerade wieder eine Diskussion zwischen Tierprodukteessern und Veganern lesen, aber nichts zu der ursprünglichen Frage, welche Art wir wirklich sind. Wegen dieser Frage lese ich mir hier das ganze Zeug durch. Lese aber jetzt wieder nur eine Diskussion darüber, ob es gesund oder ungesund ist vegan zu leben. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist gesund vegan zu leben, das kann auch jeder… Weiterlesen »

Nutripunk

Es ist natürlich möglich. Der Körper wurde dazu erschaffen. Die B12 Problematik ist noch nicht vollends geklärt, deswegen muss man hier auch als vegan lebende Person vorsichtig argumentieren. Das hat aber nichts mit dem Köper an sich zu tun. Dass das B12 aber in der aus 95-98% (je nach Quelle) stammenden Massentierhaltung ohne signifikante Zufütterung von B12 direkt (Schwein) oder Kobalt (Rind) auch nicht im Menschen ankommen würde, vergessen die meisten. Der Körper hat IIRC „früher“ vielleicht 1-2x im Monat Fleisch bekommen, mal mehr, mal gar nix. Extrem anpassbar und nur deswegen heute so weit, wie er ist. Auf der… Weiterlesen »

moerv

Ich verstehe deine Argumentation nicht ganz. Ich denke es ist hinlänglich geklärt, das der Mensch von Natur aus als Allesfresser Konziepiert ist. Du sagst jetzt aber das es “ aus ethischer sichtweise nur eine akzeptable Lösung gibt, nämlich auf Fleisch zu verzichten und Mängel mit Ersatzstoffen auszugleichen. Wieso dies „ethisch richtiger ist erklärst du leider nicht. Ich deiner mein das die Fleischindrustrie so wie sie heute funktioniert etisch nich akzeptable ist. Aber genau so würde ich sagen das die Agrarindustrie so wie sie heute funktioniert ethisch nicht vertretbar ist. In bezug auf Monokulturen Pestizide etc. Wer bist du das du… Weiterlesen »

Nutripunk

Du weißt schon, wo der Großteil des Ertrags der Monokulturen (Getreide, Soja … ) landet? In den Mägen der sog. Nutztiere. In sofern ist dein Argument auch nicht gut, weil nicht nur durch Monokulturen und PEstizide Lebensräume und die Umwelt zerstört werden, der Mist kommt auch noch in die Tiere, die 24/7 in Gefangenschaft leiden, gegen ihren Willen getötet werden und landet am Ende in deinem Magen und dein Körper nimmt das auf. Guten Appetit.

Daniel Gieseler

„Die beste Ernährung ist immer noch das selbst gekochte Mahl aus frischen Zutaten, die aus der Region stammen.“ Finde ich mit Abstand die beste und korrekteste Aussage. Auch wenn du dir damit, vermutlich unwissentlich, widersprichst. Denn Fleisch kann man definitiv nicht als frisch bezeichnen…. oder wie bezeichnet man sonst totes, funktionsunfähiges Gewebe?! Auf Grund der Haltung und Produktion der Lebensmittel in vor allem den Industrieländern sind mitterweile ebenfalls auch viele pflanzliche, vermeintlich gesunde Lebensmittel mit Pestiziten, Konversierungsstoffen usw. usw. belastet, auf die bei einer Regionalen Ernährung großenteils verzichtet werden kann. Das Vegane Ernährung unweigerlich zu Mangelerscheinungen führt ist komplett an… Weiterlesen »

Nutripunk

Danke für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂 Da kann man nicht viel dran rütteln. Leider wird es auf der „anderen Seite“ wohl nur bedingt ankommen. Aber wir alle probieren es (genau so sachlich wie du) einfach immer weiter. 🙂

Lisa Sydow

Ich bedanke mich sehr für die ausführliche Aufklärung!
Ich habe heute noch eine Diskussion geführt und wusste auf manche Argumente leider keine Antwort, an die ich jetzt aber gelangt bin!
Vielen Dank und nicht aufgeben 😉

Manü

DAS war ja wohl der mit großem Abstand beste Kommentar den ich zu dieser endlos geführten Debatte jemals gelesen hab. Danke dafür und ein langes, gesundes Leben

IDM Crack

Thanks , I have just been looking for information about this topic for a
long time and yours is the greatest I’ve came upon till now.
However, what in regards to the conclusion? Are you certain in regards to the supply?

Joanna D.

Danke, eine schöne Zusammenfassung – wieder einmal!